Zur Erinnerung an Ignaz Mayer-Frauenberg

Geburtstag des Unterbirnkofeners jährt sich zum 140. Mal

Ignaz Mayer-Frauenberg

Ignaz Mayer-Frauenberg

Adlkofen. Zum 140. Mal jährt sich morgen Donnerstag, 31. Juli, der Geburtstag von Ignaz Mayer. Der Bauernsohn ist als Maler weit über die Grenzen unserer heutigen Gemeinde unter dem Künstlernamen Mayer-Frauenberg bekannt geworden. In den frühen 30igern hatte er in Münchner Künstlerkreisen einen guten Namen. Selbst über die Grenzen Deutschlands hinaus, war Ignaz Mayer-Frauenberg als Maler anerkannt. 1931 rühmte ihn die damals in Paris erscheinende „La Revue Modern“ und berichtete über eine in München stattfindende Ausstellung des Landschafts- und Genremalers. Das französische Magazin verglich seinen Realismus mit dem eines Wilhelm Leibl.

Ein Jahr später, am 9. Juli 1932, verstarb Ignaz Mayer-Frauenberg wenige Tage vor seinem 58. Geburtstag in München. Sein Werk geriet danach weitgehend in Vergessenheit

Öl auf Holz "Junges Dirndl mit grünem Hut" von Mayer-Frauenberg

„Junges Dirndl mit grünem Hut“ von Mayer-Frauenberg

bis Anfang der 90er einige seiner Gemälde wieder auf dem Kunstmarkt in Auktionen auftauchten. Inzwischen ist es wieder still um das Werk des Unterbirnkofeners geworden.

1870 hatte Jakob Mayer, der Vater von Ignaz den Hof in Unterbirnkofen gekauft. Dort wurde Ignaz Mayer am 31. Juli 1874 als neuntes von zehn Kindern geboren. Wie seine fünf mit ihm überlebenden Geschwister ging er nach Frauenberg in die Schule und trat anschließend in das Gymnasium in Landshut über. Er sollte Geistlicher werden, so der Wille der Eltern. Ignanz jedoch hatte andere Pläne. Da er sich zu diesem Beruf nicht hingezogen fühlte, wurde er Kaufmann. Obwohl er als solcher häufig in amtlichen Dokumenten erwähnt werden soll, was auf eine erfolgreiche Händlertätigkeit schließen läßt, wandte er sich bald der Kunst zu und studierte an der Münchner Akademie bei Defregger, dessen Stil ihn faszinierte. Als Galeristen und Kunstfreunde auf den Unterbirnkofener aufmerksam wurden, fügte er seinem Namen „Frauenberg“ hinzu, der Künstler Ignaz Mayer-Frauenberg war geboren. Mit Vorliebe brachte er bäuerliche Portraits aus Tirol und seiner bairischen Heimat in Öl auf Leinwand und Holz. Daneben schuf er auch Landschaftsbilder.

Idee: Kastulus Altinger

Quellen:

Heribert Dettenkofer: „Frauenberg Ein Kirchdorf im Wandel der Zeiten“, Verlag Dr. Kovač
Ernst J. Schröder: „Adlkofen – Bilder und Texte aus der Gemeinde“, Geiger-Verlag

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