Wählergemeinschaft will Verantwortung übernehmen

Der einzige unabhängige konservative Listenvorschlag kommt aus Reichlkofen

Die Kandidaten der Wählergemeinschaft Reichlkofen

Reichlkofen. Die Gaststube des Wirtshauses „Geltinger“ in Reichlkofen war vollbesetzt gewesen, als sich zum Wahlauftakt die Kandidaten der Wählergemeinschaft Reichlkofen zusammen mit Landratskandidat Daniel Sporer und einer stattlichen Zahl Kreistagskandidaten aus den umliegenden Gemeinden den Wählerinnen und Wählern vorgestellt hatten. Neben der Bürgermeisterkandidatin Rosa-Maria Maurer konnte Spitzenkandidat Hans Strasser bei der Gelegenheit auch einige Gemeinderatskandidaten aus anderen Gruppierungen begrüßen. Bezeichnend: Der amtierende Kreisrat und Kreistagstags- kandidat aus der Gemeinde Adlkofen war dieser Veranstaltung fern geblieben.

Rückblickend hatte Daniel Sporer bei seiner kurzen Vorstellung als Landratskandidat in Reichlkofen betont, die Gemeinde Wörth, vormals in einer finanziell prekären Situation, als ihr 1. Bürgermeister schuldenfrei gemacht zu haben. Diese Erfolgsgeschichte wolle er im

CSU-Landratskandidat Daniel Sporer in Reichlkofen

CSU-Landratskandidat Daniel Sporer in Reichlkofen (1)

Landkreis fortsetzen. Als Unternehmer wisse er, daß zuerst Geld eingenommen werden muß, bevor man es ausgeben kann. Die gegenwärtige Spitzenstellung unter allen Landkreisen halten und festigen zu können, erfordere nachhaltige Entscheidungen und Investitionen wie den Ausbau der Breitbandversorgung, eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur unter Berücksichtigung des Lebensraumes für Mensch und Tier sowie eine vernünftige und bezahlbare Umsetzung der Energiewende. Vor allem aber stehe der Mensch im Vordergrund. Sporer betonte bei der Gelegenheit in Reichlkofen, die Bedeutung der Landwirtschaft als Mitgestalter und Erhalter umweltbewußter Ressourcen, aber auch Produzent hochwertiger Nahrungsmittel. Der Wörther Bürgermeister hatte bei seiner Vorstellung als Landratskandidat keinen Zweifel daran gelassen, daß er Verantwortung für den Landkreis übernehmen will.

Nach diesem sehr gut besuchten Wahlauftakt in Reichlkofen sahen die Kandidaten der Wählergemeinschaft ihrem ersten Informationstermin in Adlkofen in der DJK-Sportgast-stätte mit Spannung und größeren Erwartungen entgegen, als sie dann am letzten Mittwoch erfüllt wurden. Acht Kandidaten, die restlichen waren aus beruflichen Gründen verhindert, sahen sich gerade einmal einem kleinen Häuflein von 14 Veranstaltungsbe-suchern gegenüber. Dabei hat auch die Wählergemeinschaft Reichlkofen ein durchaus interessantes Kandidatenangebot für die Kommunalwahl auf die Beine gestellt, wie sich später in der persönlichen Vorstellung der Kandidaten zeigte.

Hans Strasser stellte das WG-Wahlprogramm in Adlkofen vor (2)

Hans Strasser stellte das WG-Wahlprogramm in Adlkofen vor (2)

Im ersten Teil seiner Ausführungen ging jedoch Hans Strasser, wie schon bei der Wahlveranstaltung in Reichlkofen, auf den Ursprung der Reichlkofener Gebietsliste ein, die nach der Gebietsreform von 1978, bei der sich die Bürger aus dem Gebiet zu einem Beitritt in die Gemeinde Adlkofen entschlossen hatten, entstanden war. Die Wählergemeinschaft sei die einzige konservative unabhängige Liste ohne parteilichen Hintergrund betonte Strasser. Wie der Listenführer deutlich machte, beabsichtige keiner der Kandidaten sich nach seiner Wahl eventuell einer möglich werdenden Fraktion anzuschließen, um so als Gemeinderat frei und unabhängig von politischen Zwänge abstimmen zu können.

Eine Listenverbindung wäre nach der Novellierung des Wahlrechts sogar nachteilig für eine Gruppierung bezüglich der Überhangmandate gewesen und so sei ganz bewußt darauf verzichtet worden. Überhaupt hat das Wort Verzicht bei der Wählergemeinschaft in diesem Jahr eine herausragende Bedeutung. So verzichten die Reichlkofener auch auf eine offensive Unterstützung eines der beiden konservativen Bürgermeisterkandidaten aus den anderen Lagern. Strasser: „ Es ist dem Wähler und nicht einer Gruppierung vorbehalten, über einen Kandidaten den sie als geeignet sehen, abzustimmen.“

Wunschliste für Anforderungen an Bürgermeister spricht für sich

Die Wählergemeinschaft Reichlkofen wünsche sich aber schon, daß der zukünftige Bürgermeister es versteht, den Bürger als auch den Gemeinderat unabhängig seiner politischen Gesinnung gleich zu behandeln; es versteht die Gemeindebediensteten durch Vertrauen und Übertragen von Kompetenzen wieder zu motivieren. Die Wählergemeinschaft lege auch Wert auf transparente und offene Gemeindepolitik sowie einen unpolemischen Umgang miteinander. Und wir werden, so Strasser, „in Zukunft ein Auge darauf haben, daß die turnusmäßig vorgeschriebenen Bürgersversammlungen auch tatsächlich abgehalten werden!“ Zusammenfassend sei zu sagen, daß die Kompetenz des zukünftigen Bürgermeisters wichtig ist, aber der persönliche Umgang mit den Bürgern und den Gemeinderäten mindestens genau so.

In der Frage der Landratswahl üben die Reichlkofener dagegen keine Zurückhaltung. Die Liste der Wählergemeinschaft unterstützt den CSU-Landratskandidaten Daniel Sporer, da sich der klar für eine zukunftsgerichtete, fortschrittliche und generationengerechte Landkreispolitik stark mache.

Im Anschluß darauf ging Strasser auf das Erreichte der letzten sechs Jahre ein und betonte dabei, daß diese man auch in dieser Richtung weiter arbeiten wolle. Als Vorgabe nannte er eine Unterstützung und bestmögliche Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche; Bedarfs- und altersgerechte Wohn- und Freizeitmöglichkeiten für Senioren zur Förderung der Lebensqualität; Schaffung von ortsnahen Arbeitsplätzen durch Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe in der Gemeinde; Erhalt der bäuerlichen Strukturen im ländlichen Raum zur Sicherung des Fortbestandes der Betriebe; ein maßvolles Abwägen zwischen Ausbau der strukturellen Entwicklung und Schonung der Natur; Unterstützung der Vereine und Verbände bei Ihren sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben.

Man habe es wieder geschafft aus vielfältigen Berufsgruppen und allen Altersgruppen hervorragende Kandidaten für die Liste zu begeistern. Gleich darauf stellten sich die „potentiellen Gemeinderäte“ und Ihre Ziele ausführlich bezugnehmend auf Ihre Aufgaben im täglichen Leben vor. Wie schon in der ersten Veranstaltung, merkte man auch diesmal an den Reaktionen, daß die Ausführungen bei den Zuhörern authentisch ankamen.

Noch zwei Wahlveranstaltungen

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Hans Strasser bei den Besuchern und allen Kandidaten, verbunden mit dem Aufruf, die Liste der Wählergemeinschaft am 16. März mit einem Listenkreuz in Verbindung mit Persönlichkeitsstimmen zu unterstützen. Er könne heute schon dafür garantieren, daß sich alle gewählten Gemeinderäte der Liste zum Wohle aller Bürger der Gemeinde Adlkofen frei und unabhängig einsetzen werden. Abschließend verwies er noch auf die weiteren Wahlveranstaltungen am Freitag, 7. März, um 20.00 Uhr im Gasthaus Schaidhammer in Günzkofen und am Sonntag, 9. März, um 9.30 Uhr auf die Abschlußveranstaltung im Gasthaus Erlmeier in Göttlkofen. Sie wird als Frühschoppen mit musikalischer Umrahmung durchgeführt.

 Fotos:
Wählergemeinschaft Adlkofen; Paschke (1); Hans-Jürgen Müller (2)

 

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