Adlkofener-Blattl

Schlagwort Archiv: Biotop

Roßberg – der Protest bleibt!

„Außerdem gibt es in der Gemeinde neben Bebauung und Straßenbau noch viele andere Themen, denen wir künftig eine höhere Priorität einräumen müssen. Dazu zählen für mich Landschaftsschutz und ein zur Gemeinde passendes Ortsbild“

Rosa-Maria Maurer

Frau Maurer besinnen Sie sich und lösen Sie Ihr Versprechen ein. Dafür wurden Sie gewählt und nicht um Landschaft mit einzigartigen Biotopen, wie die in Roßberg, zu vernichten!


Beiträge zum Thema:


Am Baugebiet Roßberg scheiden sich die Geister

1:0 für den Naturschutz mit fadem Beigeschmack

Adlkofen. „Vier Millionen hat uns das Grundstück bisher gekostet, weil wir auch Zinsen für die damalige Finanzierung zahlen müssen“, schmetterte Rosa-Maria Maurer den Kritikern des Baugebietes „Roßberg“ im Gemeinderat entgegen und sie als Bürgermeisterin sei verantwortlich für dieses Geld. „Die Gemeinde kann es sich nicht leisten, darauf zu verzichten“, so die Rathauschefin. Wenn diese vier Millionen gegen die Landschafts- und Naturschutzbelange stehen, dann dürfen die Adlkofener also jetzt erwarten, daß mit der Realisierung des in der Planung befindlichen Baugebietes dieser Betrag plus die anfallenden Erschließungskosten für die Gemeindekasse herein kommen. Bei 18.720 m² macht das dann schon einmal einen Baulandpreis von rund € 106 je Quadratmeter, der auf den derzeit üblichen Baulandpreis von etwa 170 Euro/qm aufzuschlagen wäre. Ohne anteilige Erschließungskosten, die kommen ja noch dazu. Angesichts solcher Zahlen bleibt nur die Feststellung, daß hier die Bürgermeisterin – um es ihr schonend beizubringen – „reichlich unredlich“ argumentiert, denn ein solches Vorhaben wäre utopisch. Wer wäre bereit, in Adlkofen für diese dann auch noch geophysikalisch unsichere Baulage mir ihren weiteren Risiken einen Grundstückspreis um die vorsichtig geschätzten rund 290 bis 340 EUR je Quadratmeter zu bezahlen?

Diese argumentaive Dreistigkeit, so zu tun als ließe sich eine Millionen Euro ohne Erschließungskosten zusätzlich zum normalen Verkaufspreis über den Grundstücksverkauf in Roßberg erzielen, ist den Gemeinderäten am letzten Montag in ihrer Gemeindertassitzung, in der sich diese Episode zutrug, nicht aufgefallen oder es war

„Baugebiet Roßberg“ auf der Kippe

Die ethisch-moralische „Nagelprobe“ zum Naturlehrpfad – Am Montag GR-Sitzung

Adlkofen. Die Beschlußfassung im Gemeinderat, entlang des Waldsaumes zwischen Deutronic-Straße und Pfarrwiesgraben, einen ersten Teilabschnitt des Adlkofener Naturlehrpfades anzulegen, faßte der Gemeinderat noch einstimmig, ohne zu wissen, daß ihn die zur Motivation für diese Einrichtung führenden Gründe schon wenige Wochen später als „Nagelprobe“ für seine moralisch-ethische Ernsthaftigkeit ins Haus stehen werden. Eine offizielle Ladung mit Tagesordnung liegt der Redaktion zur Stunde zwar

Aufruf und Bitte um Hilfe!

Aktuell wird immer noch Hilfe benötigt – Gemeinderat packt mit an – Aktualisierung vom Sonntag, 8. Oktober

Der Pechnelke und rund vier Dutzend weiteren Pflanzenarten ist der Hilferuf gewidmet.

Adlkofen. Vor wenigen Tagen wurde die Hangwiese zwischen dem Gelände des geplanten Baugebietes Roßberg und Aign gemäht. Das Mähgut ist liegengeblieben und droht jetzt, von ihm bedeckte seltene und streng geschützte Pflanzen zu ersticken, was im Ergebnis deren unwiderbringlichen Vernichtung gleichkommt..

Der Grundstückseigentümer hat sein Einverständnis gegeben, daß die Mulchschicht entfernt werden darf. Am Samstag, 8. Oktober, haben zwei Mann damit begonnen. Der in der Nacht wieder einsetztende Regen macht das Vorhaben jedoch zu einem Wettlauf mit der Zeit und die beiden Naturschützer haben noch gut vier, fünf Hektar Wiese abzurechen. Aus diesem Grund werden dringend Helfer gesucht, die heute, Sonntag, 9. Oktober, am besten mit einem Laubrechen bewaffnet, nach 84166 Adlkofen-Roßberg kommen und mithelfen. Beginn ist um 9 Uhr.

Beschäftigung für’s Wochenende

Regen und Wind in den Nachstunden haben dafür gesorgt, daß am Sonntagmorgen beim Eintreffen der ersten Helfer die Mulchschicht stellenweise wie festgestampft auf dem Boden pickte. Mit den Krallen der Laubrechen mußte die freigemachte Fläche mehrmals „nachbehandelt“ werden, um in Bodenunebenheiten und zwischen Grassoden festsitzende und teilweise an der Unterseite bereits zu faulen beginnende Mulchplatten zu lösen. Die Gefahr, die es in Roßberg abzuwenden gilt, geht von diesem verfaulenden Mulch aus, dessen Jauche in den Boden eindringt und darunter liegende Wurzelbereiche schützenswerter und geschützter Pflanzen durch Überdüngung regelrecht erstickt. Sind die Wirzelbereich erst einmal irreparabel geschädigt, ist der Wildblumen-Bestand für immer verloren.

gr alexander kropp beim arbeitseinsatz im biotop rossberg

Frohgelaunt packt GR Alexander Kropp mit an

voller tatendrang stuermt robert beringer in das biotop

Voller Tatendrang stürmt Robert Beringer in das Biotop

Waren am Sonntagmorgen die beiden Naturschützer vom Vortag noch alleine auf dem Hang beschäftigt, kam am Sonntag in den frühen Mittagsstunden Verstärkung. Einer der Ersten, die in Roßberg eintrafen, war Gemeinderat Alexander Kropp (GRÜNE), der sich nicht zweimal hatte bitten lassen und auch gleich sein eigenes Arbeitsgerät mitbrachte. Eine Landshuterin hatte eigens ein Taxi gebucht, um zum R0ßberg-Hang zu kommen und dort helfen zu können. Ein anderer des halben Dutzends Helfer war aus dem Nachbarlandkreis Freising nach Adlkofen gefahren. Gemeinsam schafften die Helfer zusammen mit Robert Beringer, dem Initiator der Aktion, ein gutes Stück Arbeit. Fertig damit ist man trotz allen Fleisses nicht geworden. Wie Robert Beringer mitteilt, wird der „Recheneinsatz“ morgen, Montag, 9. Oktober, bei jedem Wetter ab etwa zehn Uhr fortgesetzt. Freiwillige Helfer sind auch diesmal wieder herzlich willkommen.

Die hellbraunen Flächen müssen noch freigeräumt werden – jede Menge Arbeit zum Wochenbeginn

Fotos: Naturerfahrung Beringer | eigene

 

Entspannter Sonntag im Biotop

 „FimbachBlech“ begeistert Zuhörer – „KiB“-Aktionskunst in’s Atelier verlegt

Blechsession im BiotopGeisenhausen. Im Biotop an der Fimbachstraße war heute, dem Schlußtag der Ausstellung  „Kunst im Biotop“ noch einmal richtig was los. Das lag allerdings weniger am eigentlichen Ausstellungsbesuch, der insgesamt von Dieter Pluta als „sehr gut“ beschrieben wurde und das Ergebnis aus 2012 übertroffen haben soll, als vielmehr an „Fim- bach-Blech“: Die acht Blechbläser hatten nur wenige Meter weiter zu einem zwanglosen Treffen ebenfalls in’s Biotop eingeladen und spielten dort ab 15 Uhr zur Unterhaltung auf. Ob das mit der angedachten Jam-Session geklappt hat, konnte zum Zeitpunkt des Berichts nicht in Erfahrung gebracht werden. Es hatte im Umfeld der Veranstaltung ja geheißen, jeder Musiker könne zusammen mit FimbachBlech zur Unterhaltung der Besucher aufspielen. Als unser Foto entstand, waren die Musiker quasi noch in der „Aufwärmphase“.

Die von Theresa Zellhuber zur Finissage der „KiB“ angekündigte Kunstaktion wurde von der Künstlerin wegen der unbeständigen Wetterlage kurzerhand in’s Atelier an der Bosch-straße verlegt. Dort hatten die Besucher die Gelegenheit, ihre Eindrücke von Geisenhausen – was sie am Markt lieben und was sie weniger gut finden – auf farbige Haftetiketten zu schreiben und diese an eine Tafel zu kleben. Dadurch sollte ein zweifarbiges, zweidimensio- nales Bild entstehen, das zum Abschluß der „KiB 2014″in den nächsten Tagen im Rathaus an Bürgermeister Josef Reff überreicht werden sollte. Da es nicht fertig geworden ist, haben die Geisenhausener noch die Möglichkeit, im Atelier von Theresa Zellhuber zu den üblichen Öffnungszeiten ihre Gedanken zum Bild beizusteuern.