Adlkofener-Blattl

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„Anzapf-Profi“ Haslbeck macht’s mit zwei Schlägen!

Ansonsten glanzloser Auftakt des Aichbachtaler Volksfestes

Schirmherr Haslbeck zapft an

Mit dem zweiten Schlag war die Sache erledigt: Josef Haslbeck bewies Oktoberfestttauglichkeit beim Anzapfen.

Niederaichbach. Das war eine reichlich „trockene und charmlose“ Angelegeheit beim Auftakt des Aichbachtaler Volksfestes: Nicht etwa, weil das „Freibier“ vor dem Rathaus tatsächlich gestrichen war, sondern in erster Linie, weil das Standkonzert doch unüberhörbar schwächelte. Der Niederaichbacher Spielmannszug mühte sich redlich und fehlerfrei, das Spiel von Trommeln und Pfeiffen ist halt aber doch klang- und farblos im Vergleich zu einer Blasmusikkapelle. Abwechslung hatten die Organisatoren zwar geplant, ohne Verstärkeranlage war die musikalische Einlage des Gamsbarttrios jedoch schon in wenigen Metern Entfernung akustisch nicht mehr wahrnehmbar. Ansichtssache, so ein „Standkonzert“. Wenn es da nicht schon bessere Veranstaltungen aus diesem Anlaß in Niederaichbach gegeben hätte, wäre dieses Standkonzert ein typisches Beispiel für „i möcht‘ und ko ned“ geworden.

Überlegenswert wäre für die Zukunft dabei sicher auch, warum man den Zug der Honoratioren und Ehrengäste erst für einen Marsch durch die Rathausstraße in Richtung Griesweg Aufstellung nehmen läßt, anschließend aber über den Pfarrer-Haberl-Platz – also genau entgegengesetzt – abmarschiert. Drängten ausgetrocknete Kehlen dazu, den kürzeren Weg zu nehmen? Auch das Weglassen der Pferdekutschen kann man nicht gerade als Bereicherung ansehen. Die Aichbachtaler Volksfest GbR wird sich da einiges einfallen lassen müssen, für’s nächste Jahr, will sie die Tradition der Standkonzerte und des Volksfestzuges beibehalten. Wenn man dann schon dabei ist, eventuell die Weichen neu zu stellen, sollte der „Vergnügungspark“ nicht vergessen werden. Ein einziges Kinderkarussell und ein Autoscooter verdienen auch in einem Ort der Größe Niederaichbachs eine solche Bezeichnung nicht und glänzen ausschließlich durch das Prädikat „dürftig“.

Vor dem Rathaus selbst hatten sich etwa 200 Menschen einschließlich der Akteure eingefunden, die nach der musikalischen Darbietung längst nicht alle den Weg in’s Festzelt oder den Biergarten vor dem Zelteingang fanden. Und das, obwohl sich die Niederaichbacher Böllerschützen mit ihren variantenreichen Salven besondere Mühe gaben, auch den letzten Einwohner zum Festplatz zu locken. Im Zelt selbst präsentierte sich Schirmherr Josef Haslbeck als „Meister“ und trieb den Wechsel mit zwei kräftigen Schlägen unter dem Beifall der umstehenden Prominenz gekonnt in’s Faß. Im Rund um den Ort des Geschehens neben Bürgermeister Josef Klaus u. a.  MdL Hubert Aiwanger; Landrat Peter Dreier; die Geistlichen Pfarrer Hermann Höllmüller und Vikar Pater John Bosco Msafiri sowie Adlkofens Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer.

Für Samstag, 24. Mai, sieht das Volksfest-Programm am Nachmittag einen großen Flohmarkt neben dem Festgelände und für den Abend eine Partynacht im Festzelt mit der Aichbachtaler „Respect Band“ vor.