Stunde „NULL“ für Bargeld rückt näher

Banker-Tagung in London zur Vorbereitung des Tages, an dem das Bargeld stirbt

Die Zentralbanken wollen über eine möglichst effektive Einschränkung des Bargeldes beraten. Das sich seit Wochen und Monaten an dieser Diskussionsfront abzeichnende immer hektischer werdende Treiben, gibt zu denken. Sind es handfeste Crash-Vorbereitungen, ernstzunehmende Anzeichen der „Stunde NULL“ für unser Bargeld? Die Zentralbanken wissen sicher mehr über den tatsächlichen Zustand des Finanzsystems, insbesondere des Euros, als sie öffentlich einräumen. Einschränkungen bis hin zum regelrechten Bargeldverbot sind in Europa bereits in Kraft.

Die Schweden waren die ersten, die damit begannen, ihren Bürgern das Bargeld zu verleiden. Da die Schweden von sich aus behaupten, auf diesem Gebiet einer der fortschrittlichsten Staaten Europas zu sein und ja auch Vorreiter bei der Einführung des elektronischen Zahlungsverkehrs waren, haben die „Volksschafe“ der Beraubung ihrer Freiheiten tatenlos zugesehen. Man setzt dort schon seit längerem auf die Reduzierung von Bargeld. Eine schwedische Bank hatte sich 2014 generell geweigert, auch kleine Bargeldbeträge auszuzahlen, wenn der Kunde nicht bereit war, der Bank gegenüber zu erklären, wofür er dieses Geld benötige. In Italien gilt ein Bargeldverbot für Einkäufe und Rechnungen ab 1.000 EUR seit 2012. Pragmatisch wie die Italiener nun einmal mit den Gesetzen aus Rom umgehen, wird dieses Verbot bei Beträgen bis knapp unter 2.000 EUR in vielen Fällen „elegant“ umgangen: Den Rechnungsbetrag von zum Beispiel 1.500 € für die Campingplatzmiete oder ähnliches wird auf zwei Beträge verteilt: Der größte Teil unter dem 1.000er-Limit heute, der Rest wird dort, wo das problemlos möglich ist, einen Tag später in Rechnung gestellt.

Mit solchen Spitzfindigkeiten wird man in Frankreich ab dem Sommer wohl nicht durchkommen. Unsere westlichen Nachbarn verschärfen mit einem neuen Gesetz die Bargeldbestimmungen drastisch. Es wird den Franzosen dann nur noch in einem sehr eingeschränkten Ausmaß möglich sein, über Bargeldbestände zu verfügen. Auch in Griechenland sind ähnliche Überlegungen im Gange. Dort sollen Rechnungen über 70 EUR nur noch mit Scheck oder Kreditkarte bezahlt werden können. Der Tag für den Start dieser drastischen Einschränkung liegt noch im Dunkeln.

Und das ist der Hintergrund für diese verbrecherischen Maßnahmen. Nicht etwa, wie man uns erzählen wird, um noch effektiver gegen Geldwäsche vorgehen oder noch mehr Terrorgefahr bannen zu können, es geht schlicht und ergreifend um die totale Kontrolle von uns allen. Sie und ich, wir sind die subversiven Elemente, hinter deren Ersparnisse die Finanzminister her sind, wie der Teufel hinter der armen Seele! Ist Bargeld verboten und läuft der gesamte Zahlungsverkehr elektronisch, ist es ein Leichtes, Ihnen noch drastischere Zwangsabgaben abzutrotzen. Betrageingabe und ein Tippen auf die „Entertaste“ würden genügen und wir alle wären um Sonderabgaben zur Rettung eines vollkommen hirnrissigen Euros, eines maroden Staates oder zum Beispiel einer neuen Zwangssteuer, wie der Rundfunkbeitrag eine ist, erleichtert.

Die „Stunde NULL“ für unser Bargeld ist keineswegs Verschwörungstheorie oder banale Spinnerei eines durchdrehenden Redakteurs. Mit allen diesen Möglichkeiten eines solchen Szenarios wird sich Ende diesen Monats eine Konferenz von hochrangigen Bankern aus den USA, der Eurozone, der Schweiz und Dänemarks in London intensiv beschäftigen. Haupt-redner werden bei dieser fragwürdigen Zusammenkunft ausgerechnet jene begeisterten Vordenker sein, die sich in den letzten Wochen und Monaten vehemment für die Abschaffung des Bargeldes stark gemaccht haben: Willem Buiter, der Chefökonom der Citigroup und Kenneth Rogoff von der Universität Harvard. Während die Bundesbank nicht dementiert, sonderm gefährlich beruhigend verspricht, daß es in Deutschland weiterhin Bargeld geben werde (bitte den Unterton beachten: zehn Euro sind auch Bargeld!), rechnet die Baader-Bank offiziell mit der Abschaffung des Bargelds, um die erwartenden, drastischen Strafzinsen auf Sparguthaben durchsetzen zu können.

Machen wir uns nichts vor – der Irrsinn mit den Bankenrettungen um jeden Preis, muß irgendwann bezahlt werden. Dieses „Irgendwann“ rückt unaufhaltsam näher, die Anzeichen mehren sich und damit die Gefahr für Staatsplünderer wie Schäuble, Gabriel und Merkel, daß die Bürger damit beginnen, vorher noch schnell ihr Geld abzuheben und in Sicherheit unter das Kopfkissen zu bringen. Nichts wäre für die Raubmaschine Staat in der sich abzeichnenden Krise schlimmer, als Banktresore mit höchst infektiöser Bargeld-Schwindsucht.

Der Tag, an dem das Bargeld stirbt, wird ein Sonntag sein. Nicht sofort, aber er zeichnet sich ab. Vielleicht auch ein Montag, wenn wir es da mit einem Feiertag zu tun haben. Zwei, drei Tage Zeit, um klammheimlich die Kontenumstellung auch technisch umzusetzen. An jenem Dienstag dann werden wir in der Post einen Brief unseres Geldinstitutes vorfinden, mit einer prächtig glitzernden Plastikkarte und in dem Text wird es heißen: „Sehr geehrter Kunde, um Ihnen in Zukunft einen noch besseren Service bieten zu können, wurden die Bankkonten in Deutschland ausnahmslos auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umgestellt. Bitte nutzen Sie für Transaktionen wie dem Bezahlen Ihrer Einkäufe oder zum Begleichen von Rechnungen die beiliegende Big-Brother-Bankcard. Sie ist auch an allen Waren- und Dienstleistungsautomaten gültig. Selbstverständlich erhalten Sie an unseren Geldautomaten auch weiterhin Bargeld. Der Höchstbetrag ist innnerhalb 24 Stunden limitiert auf 10 Euro je Karte. Die weiteren Einzelheiten entnehmen Sie bitte den beiliegenden, geänderten Geschäftsbedingungen. Für die Bearbeitung der Kontenumstellung haben wir Ihr Konto mit einem Betrag von fünf Prozent Ihres Guthabens bzw. den gleichen Prozentsatz eines eventuellen Sollsaldos belastet. Für Rückfragen steht Ihnen unser Call-Center mit seinen hochqualifizierten Mitarbeitern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen – die Bank an Ihrer Seite!“

So, oder so ähnlich…

Passend zum Thema:
Eine wunderbare Welt mit negativen Zinsen
Liberale Vereinigung
Dieser Beitrag wurde unter Adlkofen abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar