Scharf erklärt Vorfälle um Baugebiet „Adlkofen Nord“ zur Geheimsache

Ausschußmitglieder verlangen „Öffentlichkeit“ andernfalls drohen sie, Sitzung wegen nicht eingehaltener Ladungsfrist platzen zu lassen

Adlkofen. Ein im Baugebiet „Adlkofen-Nord“ falsch verlegter Kanal – wir hatten berichtet – sorgt weiter für Aufregung in der Gemeinde. Der Bauwerber wird seit Monaten, obwohl mit gültigem Bauplan ausgestattet, an der Realisierung seines Bauvorhabens gehindert. Nachdem der Bauausschuß im August eine Ortsbesich- tigung durchgeführt und beschlossen hatte, den Kanal auf Kosten der Gemeinde zurück zu bauen und wie ursprünglich geplant, neben dem Baugrundstück neu verlegen zu lassen, ist jedoch nichts geschenen. Das hängt sicher mit einem weiteren – einstimmigen – Beschluß des Ausschusses zusammen, den Verursacher für den falsch verlegten Kanal ausfindig zu machen. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, hatten die Bauauschußmitglieder fraktionsübergreifend beschlos- sen, vom leitenden Landshuter  Ingenieurbüro Lichtenecker und Spagl; dem Verantwortlichen der Baufirma und von Bürgermeister Josef Scharf eine schriftliche Stellungnahme einzufordern. Es geht um Regreßforderungen.

Das war Anfang  August. Inzwischen sind zweieinhalb Monate vergangen; der Kanal liegt immer noch in den beiden betroffenen Grundstücken; mit den Neubauten konnte nicht wie vorgesehen begonnen werden.Die Stellungnahmen wurden angefordert, bisher ist ihr Inhalt jedoch nicht bekannt gegeben worden. Das sollten auch die Gründe sein, warum am Dienstag, 8. Oktober, in einer Blitzaktion zu einer nichtöffentlichen Bauausschußsitzung für morgen, Freitag, von Bürgermeister Josef Scharf eingeladen worden war. Einziger Tagesordnungspunkt soll das „Baugebiet Nord“ sein.

Zwei Tage Ladungsfrist; eine Dringlichkeit nicht erkennbar und dann auch noch „nichtöffentlich“? Seit heute morgen sollen im Adlkofener Rathaus Anträge eingegangen sein, die eine „öffentliche“ Sitzung fordern. Sollte die Bauausschußsitzung vom Bürgermeister dennoch als „nichtöffentlich“ angesetzt bleiben, würden Antragsteller aus allen Fraktionen die Sitzung wegen Nichteinhaltung der Ladungsfrist als unzulässig betrachten. Da die Sitzung nicht durch Aushang bekannt gegeben (Do. 10.10; 11.45 Uhr) wurde, können wir unseren Leserinnen und Lesern keinen Sitzungsort zuverlässig benennen. Wir nehmen an, die Sitzung wird im Rathaus stattfinden. Aber wir haben immerhin eine Uhrzeit; Beginn ist um 17 Uhr.

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