Raus mit dem „Giftmüll“ aus dem Sitzungssaal!

Wunschdenken zur „Halbzeit“ im Gemeinderat

Adlkofen. Die Seuche, über einen Punkt so lange abstimmen zu lassen, bis einem das Ergebnis paßt, kennt man ja aus dem EU-Parlament schon zur Genüge. Erinnern wir uns an die EU-Verfassung, den Lissabon-Vertrag, die EURO-Rettung, den ESM und so weiter. Nicht zu vergessen, natürlich auch aus dem Berliner Bundestag. Diese frustrierende Kotzbrocken-Politik ist mit ein Grund der allgemeinen Politikverdrossenheit, was aber die Parlamentarier im Großen so wenig stört, wie die an der Basis. Und so bringt SPD-Gemeinderat Hubertus Werner in der kommenden Gemeinderatssitzung erneut seinen Antrag auf ein Ratsbegehren zu den Sondergebieten „Einzelhandel“ und „Tankstelle“ ein, mit dem er schon im März gescheitert war. Man fragt sich unweigerlich, wo da die neuen Erkenntnisse sind, die das rechtfertigen würden? Etwa, daß der Anwaltder Bürgerinitiative zu schlau war, die Fragestellung für das Bürgerbegehren gesetzeskonform zu formulieren und es daher schon inhaltlich nicht zulässig ist?

Passend wäre dazu aber auch die gleiche verlogene Begründung, wie Werner sie schon zur Durchführung des Bürgerbegehrens in der letzten Sitzung aus dem Hut zog – „moralisch dazu verpflichtet zu sein“. Vielleicht hat der Superdemokrat und Moralapostel ja aber auch eine ganze neue Argumentation auf der Pfanne liegen. Man darf gespannt sein, was der Montag bringt.

Der Schaden, den die Adlkofener Verhinderer-Fraktion um die Rädelsführer Bernhard Westermeier von der CSU und seinen roten Boykott-Komplizen Werner mit solchen fadenscheinigen Tricksereien der Allgemeinheit, dem Ort und dem Ansehen der Demokartie zufügen, vermögen die Kleingeister mit ihrem beschränkten Blick auf reine Lobbypolitik und ihrem Wunschdenken, damit eine zweite Amtszeit von Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer 2020 verhindern zu können, gar nicht zu ermessen. Bleibt zur Hälfte der ersten Maurer-Amtszeit – Stichtag war der 1. Mai – nur die Hoffnung, daß der Wählerwille in drei Jahren Erbarmen mit dem Ort hat und den fraktionsübergreifenden Demokratie-Giftmüll, den er teilweise 2014 in das Rathaus spülte, wieder mit sich reißt und er Adlkofen Gemeinderäte bescheren mag, die tatsächlich dem Wohl der Allgemeinheit und nicht dem einer noch so kleinen Lobbygruppe verpflichtet sind. Träumen davon und daran glauben darf man ja…

Dieser Beitrag wurde unter Adlkofen abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar