Polizei kündigt verstärkte Schwerpunktkontrollen zum Schulanfang an

Vilsbiburg. Die Polizei Vilsbiburg wird, beginnend ab heute, Dienstag, 16. September, in den nächsten Wochen im Rahmen von Aktionstagen verstärkt Schwerpunkt-kontrollen – regelmäßig auch mit Lasergeräten – durch-führen.

Wie der Leiter der Polizeiinspektion Vilsbiburg, Erster Polizeihauptkommissar Hermann Vogelgsang, heute mitteilte, werden die Kontrollen mit Lasermeßgeräten in Hinblick auf den Beginn des Schuljahres 2014/15 vor allem an Schulbushaltestellen und Fußgängerüberwegen durchgeführt. Er wies darauf hin, daß Autofahrer gerade an Schulbushaltestellen teilweise viel zu schnell unterwegs sind. „Die Straßenverkehrsordnung macht hier ganz eindeutige Auflagen: Bei Bussen, die dort mit eingeschalteter Warnblinkanlage stehen, ist auf beiden Fahrstreifen in Schrittgeschwindigkeit zu fahren. Das bedeutet, daß mit maximal 10 km/h dort gefahren werden darf!“, so Vogelgsang. Verstöße dagegen können richtig teuer werden. So kostet es bereits 80 Euro und einen Punkt in der Verkehrssünderkartei, wenn ein Autofahrer dort mit 34 km/h ertappt wird. 440 Euro, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot sind fällig, wenn ein Autofahrer außerorts mit 74 km/h und mehr an einem haltenden Schulbus mit eingeschalteter Warnblinkanlage – auch auf der Gegenfahrbahn! – vorbeifährt. Innerorts kostet der gleiche Verstoß 480 Euro.

Wie wichtig dem Gesetzgeber das Fahrverhalten an Schulbushaltestellen ist zeigt auch die Tatsache, daß dies der einzige Fall ist, in dem die Aussage eines Polizeibeamten, daß keine Schrittgeschwindigkeit gefahren wurde, vor Gericht nicht anfechtbar ist. „Hier ist die Schätzung des Polizeibeamten völlig ausreichend.“, führte Vogelgsang aus. In diesem Fall werden mindestens 15 Euro an die Staatskasse fällig. Er appellierte vor allem in Hinblick auf die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen – aber auch den eigenen Geldbeutel –  an die Vernunft und Selbstdisziplin der Autofahrer.

Darüber hinaus wird die Polizei aber im Rahmen ihrer Aktionstage noch mehr als sonst ihr Augenmerk auf die Haltepflicht an Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen) legen. Hier hätte die Polizei wieder ein zunehmend verkehrswidriges Verhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer festgestellt. Vogelgsang hierzu: „Fußgänger, die einen markierten Überweg erkennbar benutzen wollen, haben ohne Wenn und Aber unbedingten Vorrang. Der Auto- oder Motorradfahrer hat anzuhalten und zu warten.“ Auch Verstöße gegen diese Bestimmung würden ausnahmslos in Form der Anzeigenerstattung verfolgt.

Abschließend führte Vogelgsang aus, daß das Ziel der Polizei nicht das Abkassieren der Autofahrer, sondern der Schutz der Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zur und von der Schule sei. Die kontrollierenden Beamten wüßten sehr wohl, daß die meisten Verstöße gegen die vorgenannten Vorschriften in den allermeisten Fällen aus Unachtsam- bzw. momentaner Gedankenlosigkeit begangen werden. Aber gerade deswegen sei es notwendig, die Verkehrsteilnehmer entsprechend zu sensibilisieren, eben auch durch Überwachungsmaßnahmen.  „Es ist nun einmal Aufgabe der Polizei, für die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Regeln zu sorgen. Ich glaube aber auch, daß es im Sinne aller ist, wenn möglichst keine Schülerin oder Schüler in irgendeiner Art und Weise zu Schaden kommt“, so Vogelgsang, der seinen eindringlichen Appell an die Vernunft der Autofahrer wiederholte.

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