Pilgerwandern nach Harskirchen

Erste StationAdlkofen. 36 Gläubige machten sich am Sonntag um 13 Uhr auf einen Pilgerweg innerhalb der Pfarrei. Erste Station war das Wegkreuz an der Schuhbauerstraße. Wie auch in den folgenden Haltepunkten trug ein Mitglied des Pfarrgemeinderats eine Meditation vor. Es folgte ein gemeinsam gesungenes Lied. Daran schlossen sich Fürbitten oder ein Gebet an.

Gedenkstele am PfarrfeldNächstes Ziel war die Gedenkstele von Karl Reidel am Pfarrfeld für die Verstorbenen des Altenheims Tormersdorf an der Neiße. Pfarrer Schober erzählte kurz den Leidensweg der einhundert Senioren, die im April 1945 im ehemaligen Brauhaus in Deutenkofen eine notdürftige Unterkunft fanden. 68 Personen verstarben bis 1949 und weil im Friedhof kein Platz war, wurden sie auf einer Flur bei Setzensack bestattet. Alljährlich finde am Volkstrauertag auch hier ein Gedenken statt.

ReichersödIn einer Waldlichtung bei Reichersöd wurde wieder Halt gemacht. Nach dem Gebet zog man weiter zur Kirche Harskirchen. Pfarrgemeinderatssprecherin Susanne Huber erzählte aus dem Leben des Patrons St. Andreas. Nach dem Lied „Ihr Freunde Gottes“ und den Fürbitten erteilte Pfarrer Schober den Wallfahrtssegen. Abschließend sagte er noch, daß der Ort erstmals 1160/71 als „Haharteschirchen“ in einer Urkunde erwähnt werde. Das Gotteshaus sei eine Eigenkirche des Grundherrn Hachart gewesen. Das Ministeralengeschlecht der Harskircher sei in den Diensten der Erzbischöfe von Salzburg und der Wittelsbacher Herzöge gestanden. An den letzten des Stammes erinnere heute noch das „Hartprecht-Harskircher-Heim“ in Braunau am Inn.

Pilgergruppe aus Adlkofen

Die Adlkofener Pilgergruppe

Fotos: Johann Schober

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