Nur noch drei Tage „KiB“ und ein Workshop

Theresa Zellhubers Workshop beweist: Wolle und Stein passen gut zusammen – Aktionskunst am Sonntag

Ein Geduldsspiel ist es, die unterschiedlichen Wolllagen mit Hilfe einer mit Widerhaken versehenen dünnen Nadel zu verbinden
Ein Geduldsspiel ist es, die unterschiedlichen Wolllagen mit Hilfe einer mit Widerhaken versehenen dünnen Nadel zu verbinden

Geisenhausen. Ausstellungen unter freiem Himmel sind immer so eine Sache. Drückende Hitze läßt das potentielle Publikum ebenso ausbleiben wie Wind und Dauerregen. Von Allem hat die diesjährige Ausstellung schon reichlich abbekommen und so war am bisher letzten sonnigen Aktions-Ausstellungstag vergan- genen Sonntag gerade mal ein knappes Dutzend Besucher zum Steine filzen an den Fimbach gekommen. Die allerdings hatten ihren Spaß beim Arbeiten mit Wolle, Wasser und Seife unter der Anleitung von Theresa Zellhuber.

Ein Geduldsspiel ist es, die unterschiedlichen Wolllagen mit Hilfe einer mit Widerhaken versehenen dünnen Nadel zu verbinden: Alle paar Zentimeter ein Pieks, immer und immer wieder, bis man das Gefühl hat, es könnte reichen. Alleine schon von daher müssen die Ergebnisse dieser Technik als Kunst gelten. Eine feste Regel gibt es dafür nicht, eine gründliche Vorarbeit lohnt sich aber und der eigentliche Filzvorgang kann schneller abgeschlossen werden. Erfahrungen, Kniffe und Tricks, die bei den Workshops der „Kunst im Biotop“ den Besuchern von den Künstlern kostenfrei vermittelt werden. Die fertigen Steine eignen sich nach dem Trocknen u. a. hervorragend als Dekostücke; für die Blumenbank; als Briefbeschwerer für den Schreibtisch oder auch als Spielzeug für den Stubentiger.

Wieder auf großes Interesse bei den Ausstelungsbesuchern stieß Keramiker Dieter Pluta mit den Vorführungen im Rahmen seines Workshops „RAKU“-Brand. Diese japanische Brenntechnik überrascht immer wieder mit den sehr individuellen Ergebnissen, die keine zwei gleichen Stücke entstehen läßt. Morgen, Samstag, 12. Juli, wiederholt Dieter Pluta ab 14 Uhr den Workshop „Raku-Brand“. Bei der Gelegenheit werden auch jene Stücke der Hobbykünstler  glasiert und gebrannt, die seit Tagen im Atelier stehen und dort trocknen. Darunter auch das große, einem Kakadu nachempfundene Fabelwesen auf unserem Bild in der Galerie.

Am Sonntag, 13. Juli, endet die diesjährige „Kunst im Biotop“ mit einem weiteren Höhe- punkt. „Aktionskunst“ ist für die um 14 Uhr beginnende Finissage angekündigt. Was sich dahinter verbirgt, wollte uns Theresa Zellhuber auch in den letzten Tagen nicht verraten. Nur so viel: Die „Aktionskünstler“ kommen aus den Reihen der Ausstellungsbesucher.  Parallel dazu findet gleich nebenan eine weitere Veranstaltung von „FimbachBlech“ ab 15 Uhr statt. Ob Petrus ein Einsehen haben wird?

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