Maurer: „Wählen bedeutet, eine Auswahl zu haben!“

Rosa-Maria Maurer für Bürgermeisteramt gut gerüstet – Großer Zuspruch in der Aufstellungsversammlung

Kandidatin Rosa-Maria Maurer

Rosa-Maria Maurer

Adlkofen.  Demokratie ist eine feine Sache, wenn sie funktioniert. Damit sie funktionieren kann, braucht es Wahlen und das wiederum bedeutet, eine Auswahl zu haben. Damit auch die Adlkofener eine Auswahl bei der Frage haben, wer die Gemeinde repräsentieren und ihr als Rathauschef ab März nächsten Jahres vorstehen soll, hat sich die langjährige Gemeinderätin Rosa-Maria Maurer entschieden, sich um das Amt des Bürgermei- sters bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr zu be- werben. Bekannt geworden ist das ja schon Anfang des Monats; gestern nun wurden auch die rechtlichen Voraussetzungen dafür in der öffentlichen Aufstellungs-versammlung geschaffen.

Im DJK-Sportheim am Himmelreich sah es zum angekündigten Beginn der Versammlung zunächst nicht gerade nach einem umwerfenden Interesse an der Frage aus, ob sich die Gemeinderätin zur Wahl stellen soll oder nicht. Die Teilnehmerzahl an der Versammlung hätte zwar da auch schon ausgereicht, um Maurer zu nominieren, aber ein Dutzend stimmberechtigter Bürgerinnen und Bürger wäre doch ein allzu trauriges und kaum ernst-zunehmendes Häufchen für das Vorhaben „Bürgermeisterwechsel“ gewesen. Als die

Blick in das Rund der sehr gut besuchten Aufstellungsversammlung von Rosa-Maria Maurer als Bürgermeisterkandidatin

Blick in das Rund der sehr gut besuchten Aufstellungsversammlung

Kandidatin mit halbstündiger Verspätung an’s Rednerpult trat und die Versammel- ten begrüßte, war die Gaststube des Sportheims dann jedoch sehr gut gefüllt; das Warten hatte sich gelohnt.

Die Versammlungsleitung übernahm nach der Begrüßung der, den Adlkofnern in dieser Funktion inzwischen bestens be- kannte, Hans-Joachim Bahr. Nachdem der bürokratische Ablauf den Anwesenden erläutert, die Zahl der stimmberechtigten Personen festgestellt war, bat er Maurer um eine kurze Vorstellung ihrer Motivation, sich für das Amt des Bürgermeisters zu bewerben.

Im politischen Interesse haben zu erst einmal der Bürger und die Gemeinschaft, nicht die Partei zu stehen und da mehrere Kandidaten ein absoluter Gewinn für jede Demokratie sind, so Maurer, habe sie sich nach „reiflicher Überlegung entschlossen, sich um das Amt des Bürgermeisters zu bewerben.“ Wie allgemein bekannt, ist sie langjähriges Mitglied der CSU und werde das auch bleiben. Andererseits habe sie entschieden, als unabhängige Kandidatin mit einem eigenen Wahlvorschlag ohne Rückhalt und Absicherung über eine Parteienliste ins Rennen zu gehen. Maurer: „Transparenz und Bürgernähe sind die Basis einer demokratischen Kommunalpolitik.“ Genau das wolle sie durch diesen Schritt doku- mentieren und damit ein Zeichen für die künftige Entscheidungsfindung im Gemeinderat setzen. Das erlernte Wissen über Betriebswirtschaft, über Recht und Gesetz sowie Personalführung und Unternehmensmanagement, ihre Lebenserfahrung und „meine 21jährige Tätigkeit als Gemeinderätin sind das geeignete Rüstzeug für eine Bürgermei-sterin“, stellte sie fest.

Aber nicht nur Wissen, Führungsstärke und Durchsetzungsvermögen seien Voraus-setzungen für dieses Amt: Ein Bürgermeister braucht nach Maurers Auffassung auch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz. „Dazu zählt Einfühlungsvermögen, überzeugen zu können und sich bewußt sein, nicht alles besser wissen zu müssen. Ich stehe für eine andere Arbeitsweise: Hinhören, besprechen, gemeinsam erarbeiten – also für eine offene Amtsführung“, so Maurer. „Der Bürgermeister hat den Willen des Bürgers umzusetzen, ist Moderator, Organisator, Mediator, Netzwerker, am wenigsten soll er Politiker sein“ forderte die Kandidatin. Nicht sein Wille, sondern der Wille der Bürgerschaft ist das Maß aller Dinge. Daher möchte sie kompetent und kooperativ gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit dem Gemeinderat und der Verwaltung „die Gemeinde gestalten und entwickeln. Sie, Ihr, die Menschen in unserer Gemeinde sind es wert, sich dafür zu engagieren!“ Ihr Motto und Leitspruch „Demokratie leben“ bedeute „eine Politik Miteinander – Füreinander, über alle Parteigrenzen hinweg.“ Der kräftige Applaus am Ende ihrer Ausführungen zeigte deutlich, daß Rosa-Maria Maurer damit den Nerv der Versammlungsteilnehmer getroffen und ihnen aus der Seele gesprochen hatte.

Bersammlungsleiter Bahr und Rosa-Maria Maurer warten auf Fragen aus der Versammlung

Versammlungsleiter Bahr: Fragen Sie, die Gelegenheit ist günstig!

Nur zwei Fragesteller meldeten sich anschließend nach mehrfacher Ermunterung durch Versammlungsleiter Bahr. Die erste kam aus den Reihen der anwesenden SPD-Mitglieder, die einfach sicher gehen wollten, sich beim Thema Listenabsicherung von Maurer für einen Sitz im Gemeinderat nicht verhört zu haben: „Also wirklich nur eine Kandidatur für das Bürgermeisteramt und wenn’s nicht funktioniert keinen Platz im Gemein- derat“, stellte  Ortsvorsitzender Hans Meier fragend in den Raum. Es mußte ihm zweimal geantwortet werden, ehe der Fragesteller das „Ja“ verinnerlicht hatte. Die zweite Frage schnitt ein vollkommen unerwartetes Thema an, das Verhältnis Adlkofens zu seiner italienischen Partnerstadt Badia Calavena. „Sehen Sie eine Möglichkeit, die Bezie- hung zu verbessern und wie könnte das von statten gehen?“, wollte Vorstandsmitglied des Adlkofener Partnerschaftsvereins Martin Gruber wissen. „Es kann nur besser werden und es wird besser werden“, klärte Maurer die Versammlung auf und erntete Beifall.

In der anschließenden Abstimmung votierten von den 53 anwesenden stimmberechtigten Personen 50 für eine Kandidatur von Rosa-Maria Maurer; ein  Stimmzettel wurde leer abgegeben und zwei stimmten dagegen. Heute morgen hat die frischgekürte Bürgermei- ster-Kandidatin den Wahlvorschlag und die noch gestern Abend erhaltenen Unterstüt-zungsunterschriften im Adlkofener Rathaus abgegeben. Jetzt ist es erforderlich, daß sich weitere Unterstützer in der im Rathaus im Büro der Wahlleiterin aufliegenden Liste ein- tragen. Insgesamt benötigt der Wahlvorschlag „Demokratie leben“ noch rund 80 weitere Unterschriften, um zur Wahl im nächsten Jahr zugelassen zu werden. Diese Unterstüt-zungliste dürfen nur Personen unterschreiben, die bei der Kommunalwahl in der Gemeinde Adlkofen stimmberechtigt sind; selbst nicht auf einem Wahlvorschlag kandidieren und die nicht bereits für einen anderen Wahlvorschlag unterschrieben haben. Eintragungen in die Liste sind im Rathaus Adlkofen während der üblichen Bürozeiten möglich. Die Eintra- gungsfrist endet am 3. Februar 2014.

 

 

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