Konstituierende Sitzung mit einigen Überraschungen (1)

Vereidigung und Antrittsrede der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Maurer leistet ihren Amtseid.

Bürgermeisterin Maurer leistet ihren Amtseid.

Adlkofen. Sichtbare Zeichen einer neuen Ära setzte Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer in der ersten von ihr geleiteten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates. Eines davon noch vor dem eigentlichen Sitzungsbeginn. Die vollzählig anwesenden Gemeinderatsmitglieder wurden reihum persönlich mit Handschlag begrüßt, ebenso die rund 60 Zuhörer und Gäste der konstituierenden Sitzung, darunter Ehrenbürger Ernst Schröder, die Rathaus-Belegschaft und Familienangehörige. Eine viertel Stunde vor Sitzungsbegin war der Rathaussaal vollkommen überfüllt, Sitzplätze gab’s schon lange nicht mehr. Nachdem sich die Bürgermeisterin wieder zu ihrem Sessel durchgekämpft hatte, rief sie den ersten Tagesordnungspunkt – ihre Vereidigung – auf. Die Ehre, ihr den Amtseid abzunehmen, fiel an Valentin Petermaier als dem ältesten Mitglied des Gremiums. Nach dem Eid und der Übergabe der Amtskette ergriff die Bürgermeisterin das Wort und wandte sich in ihrer ersten offiziellen Rede an die Anwesenden.

Es sei schön, den Sitzungssaal so voller Menschen zu sehen und sie sei beeindruckt, daß ihre Amtseinführung auf ein solch großes Interesse stoße, meinte Maurer. Hätte ihr vor einem Jahr irgendjemand gesagt, daß sie aus diesem Anlaß vor all den Zuhörern stehen würde, hätte sie es nicht geglaubt. Rosa-Maria Maurer: „Rückblickend war es wohl eines der turbulentesten, wenn nicht das turbulenteste Jahr meines Lebens.“ Es folgten Worte des Dankes an alle, die ihr auf dem Weg in das Amt zur Seite gestanden hatten, insbeson- dere an ihre Familienangehörigen und ihre Mutter.

Auch ihre Mitbewerber blieben nicht unerwähnt, denen sie für die „überwiegend faire Auseinandersetzung“ dankte. Maurer: „Ich meine, alle Beteiligten haben sich weitgehend an die demokratischen Spielregeln gehalten.“ Man könne sich auch künftig die Hände reichen und in die Augen schauen. Es sei ihr innigste Wunsch, daß „dieses Miteinander bestand hat im Gemeinderat“ und es sich fortsetze im gemeinsamen Wirken in und für Adlkofen.

Als Bürgermeisterin setze sie auf Demokratie, Mitbestimmung und ganz wichtig, auf  Bürgerbeteiligung. Maurer: „Lassen Sie mich an dieser Stelle ganz deutlich sagen – Bürgerbeteiligung ist für mich keine Drohung, sondern eine Chance, die ich nutzen will!“ Dies bedeute allerdings die Bürgerinnen und Bürger „mitzunehmen, ihnen unsere Entscheidungen zu erklären, auch – oder vielleicht gerade – die unbequemen.“ Mit den Worten „wir alle haben nur ein Mandat auf Zeit“, forderte sie die Mitglieder des Gemeinderates auf, diese Zeit zu nutzen, um den Vertrauensvorschuß der Bürgerinnen und Bürger zurückzuzahlen.

Die Bürgermeisterin gab zu bedenken, daß sich bestimmt nicht jeder Wunsch werde erfüllen lassen. Seien es fehlende finanzielle oder personelle Ressourcen, denkbar wäre aber auch, daß nicht alle persönlichen Wünsche mit den Vorstellungen der Allgemeinheit im Einklang stünden. In solchen Fällen, so sicherte die Bürgermeister in ihrer Antrittsrede zu, werde sie „moderieren und nach konstruktiven Lösungen suchen.“ Der Gemeinderat, die Belegschaft der Verwaltung und alle Bürgerinnen und Bürger lud sie ein, bei diesem Unterfangen mitzumachen. Rosa-Maria Maurer: „Unsere gemeinsame große Aufgabe ist spannend und sie ist lohnend – sie heißt Adlkofen!“

Teil 2: Zwei FW-Kandidaten für das Amt des 2. Bürgermeisters

Teil 3: folgt

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