Keine schönen Aussichten

Ruiniertes Landschaftsbild, dafür Strom für 2.000 Haushalte

Montage Windrad Weihbüchl

Montage Windrad Weihbüchl (*)

Weihbüchl/Engkofen. Am Samstag bekam das Windrad bei Weihbüchl seine Rotorblätter montiert. Jedes der 61,7 Meter langen und 13 Tonnen schweren Blätter wurde mit einer Spezialvorrichtung waagrecht auf 137 Meter fixiert, damit die Fachkräfte es an die Gondel montieren konnten. Während die Rotorblätter aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit zusätzlichem Carbon gefertigt sind, besteht der Turm aus Stahl und ist aus insgesamt fünf Teilen zusammengesetzt. Er wiegt ca. 374 Tonnen.

Bis sich die Anlage dreht und Strom liefert, dauert es jedoch noch mindestens eine Woche. Seit Montag erfolgt der Innenausbau, danach müssen diverse Tests absolviert, die Installation von Software und Anlagenüberwachung vorgenommen werden, bevor es mit der Teilinbetriebnahme weitergeht. Die Vestas-Anlage ist für Schwachwindregionen konzipiert. Der prognostizierte Ertrag am Standort Weihbüchl liegt zwischen 6,6 und sieben Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch einer Familie von 3.500 Kilowattstunden können damit rein rechnerisch rund 2.000 Haushalte mit regenerativem Strom versorgt werden.

Die Windkraftanlage bei Weihbüchl ist ein weiterer Baustein im Klimaschutzkonzept der Stadt Landshut auf dem Weg zur Versorgung durch erneuerbare Energien. Die Anlage wird im Auftrag der 1. Landshuter Windparkgesellschaft errichtet, an der die Stadt und drei weitere Co-Investoren beteiligt sind.

Das Monster-Windrad von Weihbüchl

Das Monster-Windrad von Weihbüchl mit den Dächern von Engkofen im Vordergrund (Ausschnittvergrößerung des linken Bildes)

Landschaftverschandler

Landschaftsverschandler

Die Energiewende drückt damit auch Teilen der Gemeinde Adlkofen ihren unverwechselbaren Stempel aus Stahl, Kunststoff und Carbon auf, der allerdings keineswegs zu einer Bereicherung des Landschaftsbildes beiträgt. Das Foto mit einer Teillansicht von Engkofen und dem Monsterrad im Hintergrund, aufgenommen von Günzkofen aus auf Höhe der Milchstraße, beweit’s. Während das Foto der Stadtwerke (oben) eine solche Perspektive verständlicherweise ausblendet. Bleibt zu hoffen, daß das Windrad das Einzige seiner Art bleiben wird, daß den Adlkofenern die Aussicht auf eine ansonsten recht passable Landschaft versaut.

Foto: (*) Stadtwerke Landshut

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