Johns „Schuß“ in’s eigene Knie

Adlkofen. Wohl weil die Grünen schon längere Zeit, selbst im positiven Sinn, nicht besonders auffällig im Gemeinderat agieren (Ihre Bemerkung Herr Kropp zum Schlesierdenkmal ist nicht vergessen, die kommt schon noch!), trieb es wohl diesmal Gemeinderäten Birgit John um. Die Verwaltung hatte es in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit verpaßt, die Bauanträge mitsamt den Unterlagen einzuscannen und auf der Gemeindehomepage im Downloadbereich für die Gemeinderäte bereit zu stellen.

John, so ihre eigenen Ausführungen, habe am Sonntagabend versucht, sich die Lektüre zu holen, konnte jedoch nichts finden. Der Anlaß zur Kritik selbst war auf den ersten Blicksicher nicht ganz unberechtigt, hätte sich aber bei ehrlichem Interesse seitens der Kritikerin ohne große Probleme untertags mit einem Anruf im Rathaus erledigen lassen.

Sie wollte aber offenkundig nicht. Viel lieber versuchte die Gemeinderätin aus Deutenkofen der Verwaltung inklusive der Bürgermeisterin, an’s Bein zu pinkeln. „Wenn’s ihr des allein macha wollts, dann sagt’s as halt“, schimpfte sie Richtung Maurer und Geschäftsführer Theiß giftig. Jedenfalls sei das unmöglich, wenn sich Gemeinderäte nicht mit dem Bauanträgen im Sitzungsvorfeld befassen können. Die Entschuldigung der Bürgermeisterin wolte sie so einfach auch nicht akzeptieren und machte das, was man bei Kindern „nachmaulen“ nennt. Damit war das Signal für Werner und Westermaier gegeben, die glaubten, ihrer Kollegin beistehen und in die gleiche Kerbe hauen zu müssen.

Wer „die Stärkere“ ist und auch am längeren Hebel sitzt, wurde zu fortgeschrittener Stunde – der Zeiger der Uhr hatte die Zehn schon lange passiert – jedoch ganz schnell deutlich. „Wir machen das in Zukunft wieder ganz anders“, meinte die Rathauschefin von der Kritik sichtlich genervt bitter lächelnd und kündigte an, diesen „freiwilligen Service der Verwaltung zur Arbeitserleichterung für die Gemeinderäte mit sofortiger Wirkung einzustellen.“ In Zukunft, „da miaßt’s halt wieder eher da sein“, so machte sie die Streithansel auf die Konsequenz aufmerksam. Es werden je zwei Kopien der Bauanträge eine viertel Stunde vor Sitzungsbeginn im Rathaussaal ausgelegt. So wie das halt früher auch war und von ihr zur Erleichterung der Gemeinderatsarbeit nach Fertigstellung der neuen Internetseite geändert worden war. Ausreichend Zeit um sich zu informieren böte auch die Viertelstunde, so Maurer. Das sei ohnehin nicht so zeitaufwendig für die Verwaltung, wie die Unterlagen einzuscannen und bedeute damit eine Entlastung. Kaum gesagt, wußte das Frau Oberlehrerin Juristin Passek natürlich schon wieder besser. „Das glaube ich nicht“ entfuhr es ihr im Brustton der Überzeugung, was aber die Bürgermeisterin von ihrem Entschluß nicht mehr abbringen konnte. Eher das Gegenteil…

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