Hubertus Werner in der Rolle „Weißer Ritter“

oder: Die Geschichte von einem dummen Versuch, die Wahrheit im Wurschtkessel zu ertränken

stehender weisserritterAdlkofen. „Weißer Ritter“ wird an den Aktienmärkten ein Unternehmen genannt, das bei einer geplanten feindlichen Übernahme dem Übernahmekandidaten zu Hilfe kommt. Im vorliegenden Fall haben wir es nicht mit einer feindlichen Übernahme zu tun, sondern wohl eher mit einer Befreiung. Befreit werden soll das Adlkofener Rathaus von seinem bisherigen Chef, der sich in den letzten drei Jahren manch menschlich und rechtlich fragwürdiges Stück geleistet hat. Das auszusprechen, ist keine „Schmutzkampagne“, sondern nur der Hinweis auf Fakten. Wer mehr dazu erfahren will, dem empfehlen wir die Lektüre unserer Extra-Ausgabe bzw. einen Blick auf die im Artikel „Bürgermeisterwahl in Adlkofen: Das sollte bedacht werden“ verlinkten Seiten. Dort ist ein Teil der Gründe mit Datum und Ort der Begebenheit zu finden, die gegen die Beibehaltung des noch amtierenden Rathauschefs sprechen.

Planentwürfe Püttmann und Scharf zur Adlkofener Kinderkrippe

Einer der Gründe, warum Architektin Püttmann von Bürgermeister Scharf auf die „Abschußliste“ gesetzt wurde: Scharfs unsinniger Wunsch nach einer „Hühnerleiter“ als Fluchtweg für Kleinkinder und kleinen Fenstern für die Gruppenräume, denen die Architektin nicht nachkommen wollte.

Fakten, die – wie immer deutlicher wird – selbst von hartnäckigen und unverbesserlichen Scharf-Unterstützern nicht widerlegt werden können. Nicht einen einzigen der erhobenen Vorwürfe konnten sie mit Argumenten oder Hinweisen auf einen anderen Sachverhalt bislang entkräften. Selbst der jetzt als „Weißer Ritter“ mit einer eigenen Postwurfsendung in den Ring tretende Hubertus Werner, hat nichts Besseres anzubieten, als aus dem Zusammenhang gerissene Halbwahrheit. Die halbe Wahrheit ist es dort, wo er sich anschickt den Sachverhalt zur Architektenablösung für den Rathauschef in’s Lot zu rücken. Wie schreibt er doch so schön: „Richtig ist, daß das abgelöste Planungsbüro für die Planung des Kindergartens/Kinderkrippe einen nicht genehmigungsfähigen Plan eingereicht hat.“ Typisch Rechtsanwalt möchte man sagen, aber es kommt wie immer im Leben auf den Blickwinkel an. Was der „Weiße Ritter“ Hubertus Werner nicht sagt ist, daß nach Einreichung des Planes im Landratsamt die Sachbearbeiterin gewechselt hatte und die neue Kraft – aus ihrer Sicht – drei kleine Änderungswünsche vorgebracht hatte, die vor dem Personalwechsel niemanden bekannt waren. Für einen Planer einen, höchstens zwei Tage Zeichenarbeit. Allerdings hatte sich der Rathauschef stur geweigert, diese Änderungen von Architektin Püttmann ausführen zu lassen. Scharf war zornig, weil sich Püttmann kurz davor geweigert hatte, einen von ihm selbst gezeichneten und völlig neben der Spur befindlichen Planentwurf in ihre Planung zu übernehmen – auch darüber hatte das „ADLKOFENER BLATT’L“ berichtet.

Geplatztes Versprechen?

Möglicherweise ist es ja auch die noch nicht ausführlich erfolgte Berichterstattung über ein von Hubertus Werner persönlich dem SPD-Ortsvorsitzenden gegenüber gegebenes und unserer Information zufolge noch immer nicht eingelöstes Versprechen, „noch am Tag der Wiederwahl SPD-Mitglied zu werden“, warum er sich über unvollständige und daher unwahre Berichterstattung beschwert. So jedenfalls zitierte SPD-Vorsitzender Johann Meier in der Nominierungsversammlung den zu diesem Anlaß nicht anwesenden Hubertus Werner. Der „SPD-Kämpfer“- wie sich Werner selbst in seiner Werbesendung sieht- und der ja in seinen Gemeinderatsauftritten ohnehin eigentlich mehr das rabenschwarz gefärbte „Trojanische Pferd“ in den Reihen der Sozialdemokraten mimt, hätte es ohne eine solche Zusage aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf die Kandidatenliste der Adlkofener SPD geschafft. Die Widerstände zu seiner Kandidatur in der Nominierungsversammlung waren deutlichst hörbar.

Liest man den folgenden Teil von Hubertus Werners Ausführungen, so drängt sich unwillkürlich die Frage auf, an welchen Gemeinderatssitzungen hat der Mann die letzten Jahre eigentlich teilgenommen? „[…] die Gemeinde vorangebracht und wurde bis zum Beginn des Wahlkampfes von allen Gemeinderäten unterstützt.[…]“ Im Adlkofener Rathaus haben davon wohl die wenigsten stattgefunden, denn hier am tatsächlichen Ort des Geschehens waren die Widersprüche unüberhörbar, in den Abstimmungsergebnissen unübersehbar.

Wenn Tatsachen für sich sprechen

Was Herr Werner – so fragt man sich – ist denn bitte unwahr an der Feststellung, daß der Rathauschef einem Gemeinderatsmitglied Watsch’n angedroht hat? Oder was soll daran unwahr sein, wenn der Personalstand in der Verwaltung und die Ursachen dafür gerügt werden? Was ist unwahr an der Behauptung, der bisherige Rathauschef verzögert die Ausführung von Ratsbeschlüssen oder verweigert die Abhaltung von Bürgerversamm-lungen? Von den gegen Personen gerichteten und zitierten Beleidigungen durch den Rathauschef ganz zu schweigen. Was gibt es da an fehlender Objektivität in der oder gar an „unvollständiger“ Berichterstattung auszusetzen? Sonst immer mokierte sich die CSU, daß die Berichterstattung zu kleinlich ausgefallen sei und jetzt plötzlich heißt es „unvoll-ständig“…

Wer zahlt den Schaden, den der Bürgermeister angerichtet hat?

Wo fehlt die Objektivität in der Berichterstattung um die Verlegung des Regenwasser-kanals im Privatgrundstück der Familie Kargl im Baugebiet „Adlkofen Nord“? Hat es diese doch nicht etwa einer göttlichen Eingebung folgende Kanaltrasse nie gegeben oder ist es der Umstand, daß die Redaktion bislang darauf verzichtet hat, den Adlkofenern vorzurechnen, welcher finanzielle Schaden der Gemeinde durch diese unrechtmäßige Baumaßnahme entstanden ist? Ein Betrag zwischen 10.000 und 20.000 € dürfte da durchaus zustande kommen. Ohne Berücksichtigung der mehr als berechtigten und nicht geltend gemachten Schadensersatzansprüche des geschädigten Bauherrn. Ist es diese Art der unvollständigen Berichterstattung, die GR Hubertus Werner vermißt und zu dem Schluß verleitet, das „ADLKOFENER BLATT’L“ würde unwahr weil unwollständig berichten? Oder hätte er es nicht vielleicht lieber so wie seine CSU-Freunde, die eine Berichterstattung dazu am liebsten ganz unterbinden würden?

Beispiel FFW Reichlkofen: Wieviel Gemeinderatsbeschluß setzt Scharf um?

Vermißt Hubertus Werner etwa eine ausführliche Recherche und Berichterstattung zu der Frage, warum die von der Fahrzeugbeschaffung für die Feuerwehr Reichlkofen abgetrennte Anschaffung einer Wärmebildkamera noch nicht erfolgt ist und warum es sein konnte, daß in der Gemeinderatssitzung am 20. Januar Scharf von einem angeblichen Abstimmungsergebnis einer Kreisausschußsitzung des gleichen Tages berichtete, die allerdings erst eine Woche darauf am 27. Januar 2014 stattfand? Hellseher oder doch eher Märchenonkel Scharf?

Das Rätsel um die Wärmebildkamera

Inzwischen hat ja die Regierung von Niederbayern für das neue Fahrzeug der Reichlkofe- ner Wehr einen Zuschuß von 58.000 € und der Kreistag einen Zuschuß von 32.500 € bewilligt – allerdings von den für eine Wärmebildkamera üblichen zusätzlichen 3.250 € Zuschuß hat die Bezirksregierung bislang nichts verlauten lassen (Beschluß Nr. 959 / Zuschußantrag der Gemeinde Adlkofen zum Kauf eines Löschgruppenfahrzeugs für die FF Reichlkofen; Protokoll der 59. Sitzung des Kreisausschusses vom 27.01.2014 und Presseerklärung 91/2014 der Reg v. Ndb. vom 14.03.2014). Wir gehören nicht zu denen, die etwas behaupten, ohne die Beweise dafür zu haben – darum lesen Sie hier bitte selbst und hier! Fehlt da etwa der weitere Zuschußantrag und wenn ja, warum?

An diesem Punkt, hat Gemeinderat Hubertus Werner mit seiner Kritik durchaus Recht, denn die Redaktion hat es in diesem einen Fall durch ein Nichtberichten – mit Werner’schen Maßstäben gemessen – tatsächlich an der gebotenen Objektivität fehlen lassen. Dabei wäre dieser Fragenkomplex doch durchaus geeignet gewesen Josef Scharf in den letzten Wahlkampftagen vor dem 16. März so richtig in Verlegenheit zu bringen!

Läßt sich die Wahrheit im Wurschtkessel ertränken?

Aber auch so hätten es die Adlkofener am 16. März fast geschafft. Nur eine einzige Stimme fehlte, um für Adlkofens Zukunft eine erfreuliche und optimistisch stimmende Weichenstellung hin zu bekommen. Für einen – ganz nach des weißen Ritters Wünschen objektiv betrachtet – sachlichen, menschlich respektvollen Führungsstil und für eine den Adlkofenern angemessene Repräsentanz innerhalb und außerhalb der Gemeindegrenzen zu sorgen. Rosa-Maria Maurer bräuchte – das steht wohl zweifelsfrei fest – als Bürgermeisterin unserer Gemeinde unter keinen Umständen „Weiße Ritter“, die für sie die Kastanien aus dem Feuer holen. Solche würde sie nämlich mit Sicherheit dort erst garnicht hineinwerfen. Die Adlkofener allerdings sollten acht geben, daß ihnen die heute am Dorfplatz offerierten CSU-Würschtl mit dem sicher nicht gerade wenig aufgetragenen „Halbwahrheiten-/Lügensenf-Gemisch“ nicht schon morgen Abend nach 18 Uhr für die nächsten sechs Jahr im Halse stecken bleiben. Es wäre doch zu Schade, wenn der Versuch  die Wahrheit im Wurschtkessel zu ertränken, unser Dorf um seine wohlverdiente Zukunft brächte!

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