Große Ziele für 2015 beim Neujahrsempfang abgesteckt

Maurer: Adlkofener beteiligen sich intensiv und kreativ an kommunaler Entwicklung

MdL Radlmeier besser

Empfänge eignen sich hervorragend zum „Netzwerken“ – hier: MdL Helmut Radlmeier; Helmut Steinmeier und Bürgermei-sterin Rosa-Maria Maurer.

Adlkofen. „Wenn du schnell gehen willst, geh‘ allein. Wenn du weit gehen willst, geh‘ zusammen mit anderen.“ Mit diesem Sprichwort aus Afrika begrüßte Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer in einer festlich dekorierten Schulaula die Ehrengäste des in der Geschichte Adlkofens ersten gegebenen Neujahrsempfangs. Sie freue sich, so die Bürgermeisterin, daß viele Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aus den Kirchen und Medien, aus Adlkofens Vereinen und den Verbänden der Einladung gefolgt sind, „sich zu Beginn des neuen Jahres darüber zu verständigen, wie wir uns die unmittelbare Zukunft vorstellen und wie wir 2015 in der Gemeinde Adlkofen gemeinsam weitergehen können und wollen.“ Wenn der Neujahrsempfang allerdings für die Verständigung der örtlichen

Bürgermeisterin Maurer

Bürgermeisterin Maurer

Kommunalpolitiker untereinander ausschlaggebend sein sollte – das muß an der Stelle eingeflochten werden – sieht es düster damit aus. Immerhin war ein gutes Drittel der Adlkofener Gemeinderäte dem Empfang fern geblieben.

„Gemeinsam“ wäre das gute Stichwort für die Kommunalpolitik. Schließlich leite sich vom lateinischen Wort für gemeinsam – von communis – bekanntlich die Bezeichnung Kommune ab. Kommune bedeute also im wörtlichen wie im übertragenen Sinne „Gemeinschaft“. Die Menschen fühlten sich dem Ort verbunden, in dem sie wohnen und wirken. Denn dort, so Maurer „spielt sich ihr Leben ab, dort kennen sie sich aus.“

Gerade Kommunen stünden heute vor großen politischen Herausforderungen, wie dem demographischen Wandel oder den knappen Haushaltskassen, die sich am besten gemeinsam meistern ließen. Maurer: „Also indem viele zusammenwirken, neben den Parteien auch die Verbände und Vereine, oder anders gesagt, wenn es eine große Gemeinschaft gibt, die sich für ‚ihre‘ Gemeinde engagiert.“ Als kleinste politische Einheit biete die Kommune die Basis unserer Demokratie und mache Politik mit und für die Bürgerinnen und Bürger. Wie Kommunen entscheiden, präge das Leben vieler Menschen; wie Kommunen Entscheidungsprozesse gestalten, präge das Bild unserer Demokratie.

Bläserquartett„Die Beschlüsse der Kommunen haben für die Menschen elementare Bedeutung; sie betreffen ihren Alltag ganz unmittelbar. Kommunalpolitik befaßt sich mit allem, was die Bürgerinnen und Bürger bewegt.“ Die Gemeinde sei gefordert und hier kam Maurer dann gleich einmal auf die in Adlkofen bevorstehenden Aufgaben konkreter zu sprechen, „ob es nun darum geht, eine Kinderkrippe zu bauen oder das Rathaus zu renovieren, eine Straße zu verbreitern oder die Versorgung mit Internet zu sichern; sie ist gefordert, ob es um Ad-hoc-Maßnahmen geht oder die Entwicklung nachhaltiger Konzepte.“ Dies sei der Beleg, daß der Kommunalpolitik in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung zukomme. Es ist nach Maurers Worten jedoch genau dieser Punkt, der „manchmal aus dem Blickfeld gerät, wenn davon geredet wird, daß immer mehr Entscheidungen nach Berlin oder gar nach Brüssel verlagert werden und immer mehr Sach- oder Sparzwänge das kommunalpolitische Handeln bestimmen.“ Das wäre nicht falsch. Aber man müsse auch davon reden, daß in den Kommunen nach wie vor viel bewegt werde. Denn mehr Lebensqualität, gleiche Chancen für alle, ein Ausgleich der Interessen entstünde nicht von selbst. Dazu bedürfe es politischer Initiativen und eines verantwortungsbewußten Handelns, das die Gemeinschaft oder das Ganze im Blick habe.

Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer griff in ihrer Neujahrsansprache auch die Frage nach Wohlstand und Lebensqualität auf. Wie lasse sich Wohlstand definieren und messen, wollte sie wissen und schob auch gleich die Antwort aus ihrer Sicht hinterher: Zwischenzeitlich sind wir, so die Rathauschefin, „abgerückt, uns allein wie es jahrzehntelang Usus war, am Wachstum zu orientieren. Denn nicht nur materieller Wohlstand, auch soziale und ökologische Faktoren wie Beschäftigung und Bildung, Gesundheit und saubere Gewässer geben Aufschluß darüber, wie gut es den Bürgerinnen und Bürgern geht.“

Stellvertr. Landrat

Überbrachte die Neujahrs- grüße von Landrat Peter Dreier und rückte die Leistungen des Landkreises Landshut in’s rechte Licht: Stellvertretender Landrat Rudolf Lehner

Sie sei froh, daß sich Adlkofener Bürger und Unternehmer intensiv und kreativ an der Entwicklung beteiligen, so die Bürgermeisterin und daß im Gemeinderat ungeachtet politischer Unterschiede konstruktiv an guten Lösungen für die Gemeinde gearbeitet werde. „Gemeinsam, liebe Kolleginnen und Kollegen, sind wir bereits weit gegangen, gemeinsam werden wir auch künftig weiterkommen in der Stärkung unserer Gemeinde sowie ihrer Standortqualitäten,“ so Maurer an die anwesenden Gemeinderäte gewandt.

Der Wirtschaft gehe es noch gut, das Konjunkturbarometer beginne jedoch zu schwanken und die Haushaltslage der Städte und Gemeinden sei nach wie vor angespannt. Die Kommunen sind unterfinanziert, gleichzeitig kommen immer mehr Aufgaben und Ausgaben auf sie zu. Deshalb appelliere sie an der Stelle auch an die Land- und Bundestagsabgeordneten, die Interessen der Kommunen, die Interessen ihrer Kommune im Auge zu behalten. Maurer: „Wenn Kommunen sich schwer tun, ihre Aufgaben zu erfüllen, geht das zulasten ihrer Bürgerinnen und Bürger und irgendwann auch zu Lasten unserer Demokratie.“

Weil Adlkofen dazu steht, allen ein gutes Umfeld zu bieten, werde man 2015 mit den Anstrengungen fortfahren, die Gemeinde gut aufzustellen. Nach den Worten der Bürgermeisterin stehen Familienfreundlichkeit, Förderung der heimischen Wirtschaft und Energie, Integration und Generationengerechtigkeit ganz oben auf der Agenda. Maurer: „Junge Eltern stellen heute den Anspruch, eine genügende Anzahl von Betreuungsplätzen und gute Schulen vorzufinden; vor allem die Mütter, aber zunehmend auch die Väter erwarten Unterstützung, damit sie Beruf und Familie verbinden können.“ Deshalb habe sich die Gemeinde entschlossen, eine Kinderkrippe zu bauen und Adlkofen könne ab Januar ein ausreichendes Angebot für die unter Dreijährigen bieten. „Wenn junge Paare, wenn junge Eltern in der Gemeinde Adlkofen für sich Perspektiven sehen, dann gewinnen alle, dann sichert das unsere Zukunft“, so Maurer.

Zum Ende ihrer Neujahrsansprache ging die Bürgermeisterin auf das bürgerschaftliche Engagement und das ehrenamtliche Wirken in der Gemeinde Adlkofen ein. Der Gemeinderat, ihr Stellvertreter und sie selbst, versprach sie, werden „alles daran setzen, die ehrenamtlich Tätigen noch stärker zu unterstützen und noch mehr für die Freiwilligenarbeit zu werben.“ Freiwilliges Engagement ist für das kommunale Zusammenleben ein ganz großes Plus, so Maurer. Viele Entscheidungen, viele Aktivitäten, die Adlkofen weitergebracht und die Gemeinde lebenswert gemacht haben, sind – so ihre Feststellung – mit der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zustande gekommen oder beruhen gänzlich auf ihren Initiativen und ihrer Tatkraft.

Freiwilliges Engagement gebe der Gemeinde ein mitmenschliches Gesicht, es stifte Zusammenhalt. Deshalb sprach sie all jenen Adlkofenern ihren „herzlichen Dank“ aus, die sich im vergangenen Jahr für andere und das Gemeinwohl eingesetzt haben. Der besondere Dank gelte auch allen anderen, die in ihrem Beruf, in ihrem Amt – sei es als        Vereinsvorsitzender, als Feuerwehr-Kommandant, als Verantwortlicher für Schule und Kindergarten – „an ihrem Platz dazu beitragen haben, daß das Leben in der Gemeinde Adlkofen gut funktioniert.“ Sie zeigte sich sicher, Adlkofen wäre mit „gemeinsamen Anstrengungen auf einem guten Weg beziehungsweise auf dem richtigen Weg, um es weit zu bringen.“ Mit den Wünschen auf weiterhin gute Zusammenarbeit sowie Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr schloß Adlkofens Bürgermeisterin ihre Ausführungen.

Stellvertretender Landrat Rudolf Lehner überbrachte in seinem Grußwort seine persönlichen und die Neujahrswünsche von Landrat Peter Dreier. In seiner Rede unterstrich Lehner die erfolgreiche Politik im Landkreis Landshut, die wirtschaftlichen Erfolge und die gemeinsamen Anstrengungen für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger.

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