Frische Milch – jetzt auch für die Adlkofener

foto-milchhaeuslplakat„Muichheisl“, „Milibar“ oder ganz offiziell „Brunner’s Milchhäus’l“ – die Rede ist immer vom gleichen Objekt: dem kleinen, neuen Holzhaus an der Hauptstraße in Adlkofen schräg gegenüber vom Alten Wirt, zwanzig Meter links vom Lad’l im danebenliegenden Obstgarten. Dort gibt es ab Samstag, 1. Oktober 2016, frische Kuhmilch aus dem Ortsteil Brunn.

Die Familie Seisenberger, die dort einen Milchviehbetrieb mit rund 60 Stück Fleckvieh in einem Außenklima-Laufstall hält und die sich dort frei bewegen können, hat sich diese neue Verkaufsidee einfallen lassen. Die Milchpreise sind ja nicht mehr so, daß sich davon bei ausschließlich herkömmlicher Vermarktung gut leben ließe. Es braucht neue Marketingstrategien, die dem Verbraucher ein verlorenes Geschmackserlebnis zurück geben. Solche rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche geöffneten „Milchtankstellen“ erobern dank Vollautomatisation immer mehr Standorte.

Die Verbraucher wissen das in der Regel zu schätzen und greifen gerne auf das regionale Angebot zurück. Milch von Kühen, von denen man weiß, wie sie gehalten, gefüttert und gepflegt werden, verspricht neben der besseren Qualität auch ein ruhigeres ökologisches Gewissen wie der Erwerb des anonymen Pendants aus dem Tetra-Pack. Freilich, der Preis ist schon ein wenig höher, aber das darf er dann auch gerne sein. Dafür bekommen die Seisenberger-Kühe halt auch Heu, Gras, Maissilage und Getreide aus der Region und die Verbraucher ein frisches Produkt. Ein geringer Anteil Eiweißfutter ist auch mit dabei. Der wird, so versichern die Seisenbergers, aus garantiert gentechnikfreiem Anbau zugekauft.

Zweimal am Tag wird auf dem Hof in Brunn gemolken. Die gewonnene Milch hat einen Fettanteil von ca. 4,2 Prozent und einen Eiweißgehalt von etwa 3,5 Prozent. Beim anschießenden kurzen, schonenden Erhitzen verliert die Milch weder an Geschmack noch von ihren wertvollen Inhaltsstoffen, Vitaminen und Calcium. Mit diesem Pasteurisieren wird die Milch für längere Zeit haltbar gemacht. Wie der Erzeuger mitteilt, in gekühltem Zustand mindestens fünf Tage.

Frische Hofmilch aus Brunn kommt also von einem landwirtschaftlichen Betrieb, der stark auf Regionalität, tier- und verbraucherfreundliche Erzeugung setzt. „Aus der Region, für die Region“ könnte da das Motto sein, wenn es nicht schon von anderen beansprucht würde. „Regional, genfrei, natürlich im Geschmack“ – für das sich die Familie Seisenberger entschieden hat – trifft es auf den Punkt. Abgeholt werden kann die Milch mit eigenen Gefäßen. Im Milchhäusl werden aber auch entsprechende Flaschen zum Abfüllen angeboten.

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