„Einen gehörigen Schiefer eingezogen…“

was bedeutet einen schiefer einziehen…hat sich die FFW Reichlkofen

Adlkofen. Was Gemeinderätin Rosi Aimer (CSU/Einigkeit) bei der letzten Gemeinderatssitzung zu berichten wußte, hat für Verärgerung bei einer großen Zahl der Gemeinderäte gesorgt. Vor Kurzem wurde der „Florianitag“ in Adlkofen begangen. Der Gottesdienst zu Ehren des Schutzheiligen der Feuerwehrleute – ihr Spitzname „Floriansjünger“ rührt daher – ist Ehrensache für jeden Feuerwehrverein. Alle Ortsteilwehren und die Adlkofener FFW sowieso, nehmen daran alljährlich mit zahlenmäßig starken Fahnenabordnungen teil. Ob aktiv oder nicht mehr im Feuerwehr-Dienst – spielt dabei keine Rolle, der Tag ist Ehrensache für die Feuerwehrler. Nach dem Gottesdienst findet traditionell eine Kranzniederlegung für verstorbene Feuerwehrkameraden statt. Und das ist nicht nur in Adlkofen so, in ganz Bayern wird der Brauch so oder ähnlich gepflegt!

Ganz Bayern? Nein, nicht in Reichlkofen im Jahr 2017. Da gelten andere Traditionen und Bräuche, nachdem die Gemeinde der Ortsteilfeuerwehr erst ein neues Einsatzfahrzeug für den lächerlichen Betrag von rund 330.000 EUR spendiert hat. Jetzt kam es dafür zum Eklat: beim Florianitag glänzte die Reichlkofener Wehr durch Abwesenheit – und zwar geschlossen!

Keine Fahne, kein Feuerwehrvorstand, keine Reichlkofener Feuerwehrkameraden. Die inszenierten sich dafür viel lieber – wie sie jetzt als wurmstichige Entschuldigung für ihr Fernbleiben die Gemeinde wissen ließen – bei der Hochzeit eines Kameraden. Sie waren dort angeblich „unabkömmlich“ und haben sich damit „einen gehörigen Schiefer“ in weiten Teilen des Kameradenkreises und im Rat eingezogen. Ganz schön schäbig und dumm obendrein, wie ich meine, liebe Reichlkofener. Denn man wird sich sicher bei Gelegenheit daran erinnern…

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