Der Schandfleck wird jetzt richtig gefährlich

Ein heftiger Windstoß könnte reichen, um Dachziegel auf die Straße zu schleudern

Nasser Pappschnee

Der abbrechende Ortgang stellt die Dachziegel auf und schafft so ideale Angriffsflächen für kräftige Winstöße.

Adlkofen. Jeder Adlkofener kennt die herunter gekommene Bauernhof-Ruine an der Nirschlkofener Straße / Ecke Am Brünnl. Die Ruine ist einsturzgefährdet, ein Schandfleck für die Gemeinde ist sie ohnehin. Jetzt wird sie auch noch zur – wenn’s dumm geht – lebensbedrohlichen Gefahr für Fußgänger und fahrende Verkehrsteilnehmer. Es ist ja nicht das erste Mal, daß Dachziegel vom ehemaligen Wohnhaus fallen, so wie gestern Abend, weil unter ihnen Gebälk und Dachsparren vermodern. Jetzt sieht es aber an der Hausecke nur wenige Zentimeter neben der Nirschlkofener Straße ganz danach aus, als würde schon die nächste etwas kräftiger ausfallende Windböe mehr als nur einen bzw. zwei Ziegel vom Dach fegen. Je nach dem aus welcher Richtung und mit welcher Heftigkeit der Wind unter die aufstehenden Dachpfannen fährt, werden die dann neben der Hauswand zu

Die ersten Dachziegel

Die erste Dachziegel sind es nicht, die der Wind von der Ruine gefegt hat…

Boden fallen – was dem Glücksfall gleichkäme – oder aber etwas weiter fliegen und dann auf der Straße landen. Nicht auszudenken, was geschehen könnte, wenn gerade in einem solchen Augenblick Menschen die Gefahrenstelle passieren. Aber auch die Windschutzscheibe eines fahrenden Autos ist von einer Dachplatte schnell zertrümmert und die von solchen Geschossen ausgehend Gefahr für Gesundheit und Leben ist ja wohl hinreichend bekannt.

Angesichts von Tag- und Nachttemperaturen im Plusbereich von eins bis zu 10 Grad Celsius ist die Gefahr von Schnee- oder Eisdruck auf die Dachfläche derzeit relativ gering. Der Winter ist jedoch noch lang und die Gefahr absehbar. Ob bei einer entsprechenden Schnee- oder Eisbelastung das morsche Gebälk nicht zusammenkracht und dabei den Giebel nicht nach außen drückt, kann kein Mensch vorhersagen. Damit sollte gerechnet werden.

Schon vor einiger Zeit hatte die Verwaltung zusammen mit der zuständigen Behörde des Landratsamtes eine Ortsbesichtigung durchgeführt und als deren Ergebnis den Grundstückseigentümer dazu verpflichtet, das Ruinen-Grundstück ordentlich einzuzäunen. Kindern und Jugendlichen soll so das Betreten der Fläche erschwert und Gefahren für deren Leib und Leben abgewendet werden. Ob diese ohnehin noch nicht vollständig umgesetzte Maßnahme angesichts der sich jetzt abzeichnenden Gefahr ausreichend ist, wird zumindest von Fotographenseite stark bezweifelt.   

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