„Das entspricht nicht mehr dem Zeitgeist“!

Adlkofen. Eine heftige Gegenreaktion und Abfuhr fing sich die GRÜNE-Ortsvorsitzende und kürzlich erst nachgerückte Gemeinderätin Marlene Schönberger von Zweitem Bürgermeister Valentin Petermaier (Freie Bürger) in der Gemeinderatssitzung am Montagabend ein. Ausgangspunkt die Beschlußfassung eines Zuschusses für die Pflege des Kriegerdenkmals in Reichlkofen. Kriegerdenkmale seien „nicht mehr zeitgemäß“ und ein Gedenken an „die Helden unangebracht“, kritisierte Schönberger und regte an, die Inschrift auf den  Ehrenmalen generell zu ändern. „Heldentum und eine Darstellung mit Stahlhelm und Dolch geht überhaupt nicht und wir sollten aller Menschen gedenken, die umgekommen sind“, so ihre Vorstellung.

„Sie sind ja noch nicht frisch hinter den Ohren, da wird überhaupt nichts geändert“, schoß Petermaier prompt zurück und empfahl der Ratskollegin sinngemäß, doch erst einmal das Leben kennenzulernen, ehe sie sich über solche Dinge Gedanken mache. Nachdem Hubertus Werner (SPD) und Christoph Kropp (FW) ihrer Ratskollegin mit verhalten geäußerter Entrüstung über Petermaiers Äußerungen – „jeder hat hier das Recht, seine Meinung zu äußern“, so die beiden unisono –  beigesprungen waren, war es an der Ersten Bürgermeisterin ganz schnell den Deckel wieder auf die zu brodeln beginnenden Gemüter zu geben, was mühevoll gelang.

Die KSK Reichlkofen jedenfalls, so beschloß es der Gemeinderat anschließend nach der kurzen, aber heftigen Episode, wird ihren jährlichen Zuschuß von 160 EUR für die Pflege des Kriegerdenkmals erhalten, auch ohne am Ehrenmal was zu ändern.

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