Briefständer mit Wappen zum Abschied

Zum Abschied einen BriefständerAdlkofen. Aus „beruflichen und privaten Gründen“ hatte Gemeinerat Bartholomäus Maierhofer um seine Entlassung aus dem Gremium gebeten. Gestern Abend war zum offiziellen Ende der Gemeinderatssitzung hin der Augenblick des Abschieds gekommen. Dem Antrag von Maierhofer mußte der übrige Gemeinderat zustimmen, was nach den Vorstellungen von GR Hubertus Werner nicht geschehen sollte. Werner (SPD) lobte Maierhofers Einsatz für die Gemeinde und wollte, das „zum Zeichen der besonderen Wertschätzung“ durch uns alle“ der Gemeinderat Maierhofers Antrag ablehnt. Werner äußerte die Hoffnung, bis nach der Sommer-Sitzungspause könnten sich auch neue Gesichtspunkte ergeben, so daß Maierhofer bis dahin seinen Entschluß noch einmal überdacht haben könnte. Auch Gemeinderätin Alexandra Passek (CSU) sah das so und schloß sich der Bitte Werners an.

Diese seltsame Art des „Danke-Sagens“, einem hochgeschätzten Ratsmitglied seinen eigenen Wunsch abzuschlagen, wollte ursprünglich – wie er bekundete – auch Gemeinderat Bernhard Westermeier (CSU) unterstützen. Nachdem ihm aber Maierhofer mit einer Wortmeldung zuvorgekommen war und seine Rücktrittsabsicht mit Nachdruck unterstrichen und Werner dabei jede Option auf ein Überdenken zunichte gemacht hatte, könne er nicht umhin, Maierhofers Antrag zu unterstützen. Er habe mit Maierhofer schon gemeinsam die Schulbank gedrückt und es sei immer ein gutes Auskommen mit dem „Bartl“ gewesen. Umso bedauerlicher jetzt dessen Ausscheiden aus dem Gremium, so Westermeier. Mit drei Gegenstimmen und Maierhofers Enthaltung wurde dem Antrag schließlich statt gegeben.

Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer verabschiedete danach Bartholomäus Maierhofer mit einem kurzen Rückblick auf seine rund dreijährige Mitwirkung im Gemeinderat und bedankte sich bei ihm für sein Engagement. Maierhofer war im September 2012 für die damals wegen Umzugs ausscheidende Gemeinderätin Ulrike Schumacher in den Gemeinderat nachgerückt und hatte 2014 nach nur knapp eineinhalbjähriger Zugehörigkeit mit herausragenden 1.100 Wählerstimmen den Wiedereinzug bei der Wahl 2014 geschafft. Wenn man auch nicht immer einer Meinung gewesen sei, so die Bürgermeisterin, habe beim Austausch der Argumente doch stets ein fairer Umgang die Atmosphäre bestimmt. „Demokratie lebt von der Diskussion“ und die sei stets von Argumenten bestimmt gewesen, so Maurers Feststellung. Zum Abschied gab’s für Maierhofer als Geschenk einen Briefständer mit dem Wappen der Gemeinde.

Nachrücker für den ausgeschiednen Gemeinderat ist der Engkofener Johann Walter, der schon in den Jahren von 2008 bis 2014 dem Gemeinderat angehört hatte. Er wird in  der Septembersitzung vereidigt werden.

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