Blendendes Licht für Adlkofens Straßen?

Neue Leuchtmittel im Probebetrieb – Wärmebildkamera für FFW Reichlkofen wird sofort gekauft

Adlkofen. Größerer Beratungsbedarf war am Montagabend zu keinem Punkt der Tagesordnung in der Adlkofener Gemeinderatssitzung gegeben. Nachdem die Anträge von Gemeinderat Peter Holbein (FW) auf Ergänzung bzw. Korrektur des Protokolls der letzten Sitzung ohne Gegenstimme gebilligt worden waren, erteilte der Gemeinderat auch den anstehenden Bauanträgen bzw. Anträgen auf Vorbescheid seine ungeteilte Zustimmung. Auch die Planungsaufträge für die Oberflächenwasserrückhaltungen in Birnkofen und Deutenkofen wurden einstimmig beschlossen. Die Ergänzung der Straßenbeleuchtung um eine weitere Brennstelle in der Straße „Am Himmelreich“ wurde mit 12:1 Stimme abgelehnt. Das an der Stelle nur für einen Anlieger auftretende Problem wäre an dieser Stelle, so die mehrfach geäußerte Meinung, wohl einfacher und kostengünstiger mit einer privat zu beschaffenden Solar-Gartenleuchte zu beheben.

Vor Anschaffung des neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr Reichlkofen vom Typ LF 10 war die Höhe des Garagentores den neuen Gegebenheit anzupassen, so Bürgermeister Josef Scharf. Gerade einmal fünf Zentimeter hätten gefehlt, das Problem inzwischen jedoch beseitigt. Die Anschaffung des Fahrzeuges empfahl der Bürgermeister des dann günstigeren Einkaufspreises wegen, zusammen mit der Neuanschaffung in der Gemeinde Bruckberg zu tätigen, die im nächsten Jahr ein Fahrzeug des gleichen Typs kaufen würde. Bei der Gelegenheit könne dann auch gleich die Ladestation für die von der Wehr Reichlkofen beantragte Wärmebildkamera in das neue Fahrzeug eingebaut werden. Bis dahin könne sich die Reichlkofener Wehr mit der Anschaffung einer solchen Kamera ja gedulden, so der Rathauschef. Da eine Wärmebildkamera zudem bei der Wehr in Adlkofen vorhanden sei, wäre der zeitliche Aufschub sicher zu verschmerzen.

Angesichts der Tatsache, daß eine Wärmebildkamera gerade den Atemschutzträgern eines Lösch- oder Rettungstrupps den Einsatz enorm erleichtert, kam bei den zahlreichen Zuhörern aus den Reihen der Reichlkofener Wehr etwas Unruhe auf. Die legte sich jedoch schnell wieder, als GR Rosa-Maria Maurer einen anderen Vorschlag in die Diskussion einbrachte.

Sie wollte zunächst vom Rathauschef wissen, was denn dagegen spreche, die Wärmebildkamera sofort anzuschaffen und mit der Ladestation in das vorhandene Fahrzeug einzubauen; ob etwa ein späterer Umbau in das neue Fahrzeug aus technischen Gründen dann nicht mehr möglich wäre? Eine solche Befürchtung mußte auch Bürgermeister Scharf verneinen und so stimmten die Gemeinderäte auf Antrag von GR Maurer einstimmig für die sofortige Anschaffung der Wärmebildkamera. Angesichts dieses Stimmenverhältnisses mochte der Bürgermeister an seinem eigenen Vorschlag nicht mehr festhalten und stimmte ebenfalls zu.

Gespannt sein darf man, wie demnächst die Entscheidung über das Design der neuen Adlkofener Straßenbeleuchtung ausfallen wird. Die soll ja aus Kostenersparnisgründen auf LED-Leuchtkörper umgerüstet werden. Die zur Auswahl stehenden Varianten stehen derzeit zum Probebetrieb in der Kramerstraße.

Es sind vier Modelle, die sich durch ihr grellweißes Licht deutlich von der bisherigen Beleuchtung unterscheiden. Es ist ein abstoßendes, technisch-kaltes Licht, das da auf uns Adlkofener zukommt, das wohl eher auch in ein Kühlhaus als in den Lebensraum von Menschen paßt. Und es sind Leuchtkörper, von denen zumindest drei nach unserer Meinung die Anforderungen an eine Straßenbeleuchtung nicht erfüllen. Die Rede ist von den drei in der Handlage der Kramerstraße installierten Lampen, die wegen ihres seitlich abgestrahlten Lichtes eine gefährliche Blendwirkung auf Fußgänger und Autofahrer entfalten. Die in der Senke stehende, mit ihrem Glaskörper entfernt an eine Laterne erinnernde Leuchte strahlt zwar ebenfalls dieses ekelhafte Licht ab, aber sie blendet zumindest die Verkehrsteilnehmer nicht.

Wer möchte, kann sich noch bis kommenden Montag einen persönlichen Eindruck über diese neue technische Errungenschaft in der Kramerstraße verschaffen, danach werden die vier Leuchten wieder demontiert. Es kann nicht schaden, wenn Sie der Gemeinderätin oder dem Gemeinderat Ihres Vertrauens Ihren ganz persönlichen Eindruck zu diesen neuen Straßenlampen mitteilen, da demnächst eine Abstimmung über das neue zur Anwendung kommende Lampendesign im Gemeinderat ansteht.

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