„Bauvorhaben Schloßpark“ betrifft nicht den Schloßpark

Um das Grundstück hinter dem grünen Zaun gehts: Bauen nur mit Auflagen

Um das Grundstück hinter dem grünen Zaun gehts: Bauen- wenn überhaupt – nur mit Auflagen

BA fordert vor Entscheidung Skizze zum Bauvorhaben an – vorgelegter Planentwurf vom Investor für ungültig erklärt

Adlkofen. Etwas irritiert waren die Mitglieder des Bauauschusses in ihrer gestrigen Sitzung von der zum ersten Beratungspunkt vorliegenden Unterlage. Ein Planentwurf zur Bebaung des Grundstücks zwischen der, den Schloßpark in Deutenkofen begrenzenden Baumallee und der Kirche St. Pauli Bekehr; mit Ringstraßeneinmündung in die Schloß- und Dorfstraße. Daran anliegend auf beiden Seiten eine Reihe Wohnhäuser auf mit teilweise gerade einmal 400 m² großen Grundstücken nach der Gemeinderäte Geschmack viel zu kleinen Bauparzellen.

Kaum ausgeteilt, erklärte Bürgermeisterin Maurer die Planunterlage für hinfällig, da von der Bauwerberin – einer nicht im Ort ansässigen Familie – für ungültig erklärt. Damit sich der Bauausschuß jedoch zur Grundstückslage einen Überblick verschaffen kann, könne die Skizze verwendet werden. Man habe ihr von Bauwerberseite her versichert, so Maurer weiter, das Vorhaben mit den Nachbarn besprochen und deren Zustimmung eiingeholt zu haben. Auch für eine im Plan eingezeichnete Straßenverlegung. Auf Nachfrage erklärte die Bürgermeisterin, das Bauvorhaben betreffe nicht den eigentlichen Schloßpark oder dessen Eigentümer.

Luftaufnahme Google earth

EIne Bauvoranfrage für die markierte, braune Fläche beschäftigte den BA – Foto: Google Earth

Bebauen, oder nicht bebauen – das ist hier die Frage für GR Bernhard Westermeier (CSU). Es handele sich um ein sehr sensibles Gebiet, mitten im Ortskern. So massiv, mit der Anzahl Häusern wie im Entwurf, sehe er da keine Möglichkeit. Und dann ausgerechnet in ortsfremder Hand?! Da aber nun der Planentwurf hinfällig sei, wollte er erst einmal den neuen Vorschlag sehen, ehe er einer Diskussion zu dem Vorhaben näher tritt. Daß das Bauvorhaben in Deutenkofen sehr viele Menschen bewegt, war an der großen Anzahl Besucher der BA-Sitzung deutlich geworden. Mit einstimmiger Zustimmung der Bauausschußmitglieder befragte die Rathauschefin diese zu der Mitteilung, sie seien generell mit dem Bauvorhaben einverstanden. Dem schien dann doch nicht ganz so zu sein, denn zugestimmt habe er nur, so einer der Anlieger, um einer anderen Anliegerin noch größere Umständ mit der angedachten Straße zu ersparen. Der Deutenkofener: „Aber lieber wär’s uns schon, da würde nicht gebaut.“ Ein weiterer Deutenkofener gab zu bedenken, daß es eine Festlegung gäbe, daß die Sichtachse von der Kirche zum Schloß frei bleiben muß.

„Da sollten wir uns doch mit den Deutenkofenern zusammensetzen und eine Ortsversammlung machen,“ regte Christa Passek (FW)  an und stieß damit auf offene Ohren bei der Bürgermeisterin. Selbstverständlich müßte, so Maurer weiter, ein Bebauungsplan aufgestellt werden, sollte das Bauvorhaben vom Investor weiter verfolgt werden. Von „Bauwerber“ zu sprechen, verbietet sich in dem Fall fast selbstredend. Wie den weiteren Ausführungen der Rathauschefin nämlich zu entnehmen war, würde die gesamte Planung und die komplette Erschließung der Bauplätze zu Lasten der Investoren gehen. Rosa- Maria Maurer: „An der Gemeinde darf da kein Cent hängen bleiben.“ Zieht man zu dieser Aussage noch den kurzen Bericht von GR Winter (pf) hinzu, der das Gelände als „teilweise sehr feucht und sumpfig“ schilderte, dürften die Bauplätze für den Investor ziemlich teuer werden; erst recht wenn die maximale Bebauung, so wie jetzt im Bauaus- schuß mehrheitlich zu vernehmen, „mit höchstens vier Häusern ausgereizt wäre.“

Einen förmlichen Beschluß faßte der Bauausschuß zu diesem Beratungspunkt nicht. Entsprechend der Vorstelllung von GR Westermeier ist jetzt erst wieder einmal die Investorenfamilie gefordert, will sie das Vorhaben weiter verfolgen.

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