Aufruf und Bitte um Hilfe!

Aktuell wird immer noch Hilfe benötigt – Gemeinderat packt mit an – Aktualisierung vom Sonntag, 8. Oktober

Der Pechnelke und rund vier Dutzend weiteren Pflanzen-arten ist der Hilferuf gewidmet.

Adlkofen. Vor wenigen Tagen wurde die Hangwiese zwischen dem Gelände des geplanten Baugebietes Roßberg und Aign gemäht. Das Mähgut ist liegengeblieben und droht jetzt, von ihm bedeckte seltene und streng geschützte Pflanzen zu ersticken, was im Ergebnis deren unwiderbringlichen Vernichtung gleichkommt..

Der Grundstückseigentümer hat sein Einverständnis gegeben, daß die Mulchschicht entfernt werden darf. Am Samstag, 8. Oktober, haben zwei Mann damit begonnen. Der in der Nacht wieder eingesetzte Regen macht das Vorhaben jedoch zu einem Wettlauf mit der Zeit und die beiden Naturschützer haben noch gut vier, fünf Hektar Wiese abzurechen. Aus diesem Grund werden dringend Helfer gesucht, die heute, Sonntag, 9. Oktober, am besten mit einem Laubrechen bewaffnet, nach 84166 Adlkofen-Roßberg kommen und mithelfen. Beginn ist um 9 Uhr.

Beschäftigung für’s Wochenende

Regen und Wind in den Nachstunden haben dafür gesorgt, daß am Sonntagmorgen beim Eintreffen der ersten Helfer die Mulchschicht stellenweise wie festgestampft auf dem Boden pickte. Mit den Krallen der Laubrechen mußte die freigemachte Fläche mehrmals „nachbehandelt“ werden, um in Bodenunebenheiten und zwischen Grassoden festsitzende und teilweise an der Unterseite bereits zu faulen beginnende Mulchplatten zu lösen. Die Gefahr, die es in Roßberg abzuwenden gilt, geht von diesem verfaulenden Mulch aus, dessen Jauche in den Boden eindringt und darunter liegende Wurzelbereiche schützenswerter und geschützter Pflanzen durch Überdüngung regelrecht erstickt. Sind die Wirzelbereich erst einmal irreparabel geschädigt, ist der Wildblumen-Bestand für immer verloren.

gr alexander kropp beim arbeitseinsatz im biotop rossberg

Frohgelaunt packt GR Alexander Kropp mit an

voller tatendrang stuermt robert beringer in das biotop

Voller Tatendrang stürmt Robert Beringer in das Biotop

Waren am Sonntagmorgen die beiden Naturschützer vom Vortag noch alleine auf dem Hang beschäftigt, kam am Sonntag in den frühen Mittagsstunden Verstärkung. Einer der Ersten, die in Roßberg eintrafen, war Gemeinderat Alexander Kropp (GRÜNE), der sich nicht zweimal hatte bitten lassen und auch gleich sein eigenes Arbeitsgerät mitbrachte. Eine Landshuterin hatte eigens ein Taxi gebucht, um zum R0ßberg-Hang zu kommen und dort helfen zu können. Ein anderer des halben Dutzends Helfer war aus dem Nachbarlandkreis Freising nach Adlkofen gefahren. Gemeinsam schafften die Helfer zusammen mit Robert Beringer, dem Initiator der Aktion, ein gutes Stück Arbeit. Fertig damit ist man trotz allen Fleisses nicht geworden. Wie Robert Beringer mitteilt, wird der „Recheneinsatz“ morgen, Montag, 9. Oktober, bei jedem Wetter ab etwa zehn Uhr fortgesetzt. Freiwillige Helfer sind auch diesmal wieder herzlich willkommen.

Die hellbraunen Flächen müssen noch freigeräumt werden – jede Menge Arbeit zum Wochenbeginn

Fotos: Naturerfahrung Beringer | eigene

 

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