Adlkofener-Blattl

Adlkofen stellt sich den Herausforderungen

Erste Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer, VR-Vorstand Dir. Andreas Walter (Mitte) und Architekt Florian Wimmer.

725.000 Euro in Rathaus-Sanierung investiert – „Tag der offenen Tür“ am 26. Mai

Adlkofen. „Mehr Platz, mehr Licht, ein neugestalteter Sitzungssaal mit Akkustikdecke und eine günstigere Anordnung des Bürgerbüros“ – so faßte Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer gestern Abend zu Beginn einer kleinen Feier mit Segnung des Sitzungssaales zusammen, was sich im Gemeindesäckel mit einer Ausgabe von rund einer dreiviertel Million Euro niederschlägt. Dennoch: Von der Gemeinde gestemmt, ohne einen Cent Neuverschuldung, wie sie nicht ohne Stolz in der Stimme verkündete. Unter den Gästen neben den Vertretern der an den Arbeiten beteiligten Handwerksfirmen und Planungsbüros auch Ehrenbürger Ernst Schröder und Direktor Andreas Walter, Vorstand der VR-Bank Landshut und sein Team, die als Mit-Bauherren – da Teileigentümer des Hauses – bei Dach-, Fenster- und Fassadenerneuerung ein gewichtiges Wort mitgesprochen hatten. Aus dem Gemeinderat nahmen an der Feier teil: Bernhard Westermeier, Bernhard Härtel und Rosi Aimer (alle CSU/Einigkeit) sowie Hans Walter (Freie Wähler).

Der lange Zeit im Gemeinderat heftig umstrittene und diskutierte Aufzug bekam natürlich auch seinen Platz in dem kleinen Rückblick der Rathauschefin. Er sei eine vordringliche Aufgabe gewesen, mit der dem Bedarf von Menschen mit Behinderung oder Einschränkungen entsprochen beziehungsweise allen Bürgerinnen und Bürgern größtmögliche Mobilität garantiert werde. Bürgermeisterin Maurer: „Für alle, die in der Gemeinde Adlkofen leben, soll Teilhabe möglich sein. Und eine Voraussetzung für Teilhabe ist der Zugang zu den öffentlichen Gebäuden. Mit einem Wort: Barrierefreiheit verhindert Ausschluß. Barrierefreiheit ermöglicht Zutritt und Einbindung, sie bedeutet Lebensqualität“. Damit zeige das umgebaute Rathaus, wie wichtig Bürgernähe sei und darüber hinaus wäre es ja kein X-beliebiges Verwaltungsgebäude, „sondern formuliert auch das Selbstverständnis einer Gemeinde“.

Schon alleine deshalb habe sich die Investition in den Umbau gelohnt, auch wenn die Kosten in Höhe von 725.000 € einschließlich eines W-LAN Hotspots nicht unbeträchtlich sind, so Maurer weiter. Ein dickes Lob gab es an dieser Stelle für den Architekten Florian Wimmer, der ihren Worten zu Folge „geschickt Altes mit Neuem verbunden und ein beeindruckendes Gesamtwerk geschaffen hat“. Ihren Dank bekundete sie aber auch den Handwerkern für eine zügige Umsetzung der Maßnahmen und insbesondere den Rathausbeschäftigten, deren Arbeitsplatz über Monate hinweg in eine Baustelle verwandelt war und die unter Staub- und Lärmbelästigung zu leiden hatten. Das erneuerte Rathaus sei ein Symbol dafür, daß Adlkofen sich den Herausforderungen der heutigen Zeit stelle und Projekte durchzöge, die auf die Zukunft gerichtet wären.

Die wechselhafte 125jährige Geschichte des Gebäudes ließ VR-Vorstand Dir. Andreas Walter Revue passieren. Vom Zeitpunkt, als das Haus noch der Kirche gehörte, bis in die Gegenwart, hat es viele Zweckbestimmungen erlebt: teils Kirche, teils Schulhaus, Verwaltung, Bank. Heute beherbergt es neben dem Rathaus im vorderen Gebäudeteil auch eines der drei festen Standbeine der VR Bank, die mit ihren Standorten Velden, Adlkofen, Landshut alles abdecken wird, „was mit Geld zu tun hat“. Walter ermunterte seine Zuhörer, auch in Zukunft die Angebote der Zweigstelle zu nutzen und bat darum, dem Geldinstitut gewogen zu bleiben.

den segen der kirche spendeten pfarrerin christiane von hofacker und pfarrer johann schober.

Den Segen der Kirche spendeten Pfarrerin Christiane von Hofacker und Pfarrer Johann Schober.

Pfarrerin Christiane von Hofacker und Pfarrer Johann Schober segneten anschließend den Sitzungssaal. Für Erheiterung sorgte von Hofacker, als sie sich plötzlich zu Pfarrer Schober neigte und ihn für alle vernehmlich fragte: „Haben wir eigentlich Weihwasser?“ Nun, die Geistlichkeit hatte keines. Versicherte aber, das mit dem kirchlichen Segen ginge auch so in Ordnung. Der Herr mag Vieles richten, ob die Fürbitte der Geistlichkeit nach klugen und weisen Entscheidungen in diesem Sitzungssaal erhört werden wird, man darf zweifeln. Schließlich wurden Räumlichkeiten, keine Köpfe renoviert.

Am 26.Mai 2018 haben alle Interessierten die Möglichkeit, die neugestalteten Rathausräume zu besichtigen. Es wird einen „Tag der offenen Türe“ in der Zeit von 10 bis 15 Uhr geben

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