5.000 EUR für das Mutter-Kind-Haus

Einrichtung für die Region wird 2017 in Landshut gebaut

So soll das Mutter-Kind-Haus in Landshut einmal aussehen

So soll das Mutter-Kind-Haus in Landshut einmal aussehen

Adlkofen. Acht moderne Appartements, dazu Gemeinschaftsräume, einen Spiel- und Terrassenbereich, Hauswirtschaftsbereich und einen Garten will die Caritas-Stiftung „Schwangere und Kinder in Not“ im Frühjahr 2017 in Landshut in ihrem künftigen Mutter-Kind-Haus für die Region Landshut errichten. Gedacht ist die Einrichtung für minderjährige und junge Schwangere und Mütter mit bis zu zwei Kindern unter sechs Jahren. Um dort einen Platz zu erhalten, muß nach den Ausführungen der Leiterin der Caritas-Schwangerenberatung, Diplom-Sozialpädagogin Brigitte Ganslmeier, zu Beginn der Adlkofener Gemeinderatssitzung „Betreuungs- und Förderbedarf zumindest in einem der Bereiche von Persönlichkeit, Mutter-Kind-Beziehung, Erziehungsstrategien, Lebensperspektive, Verantwortungsbewußtsein oder auch Alltagskompetenz gegeben sein“. Wenngleich auch immer nur von einem „Mutter-Kind-Haus“ die Rede sei, stehe die Einrichtung natürlich auch betroffenen Vätern zur Verfügung.

Das Haus wird für die aus der Region stammenden Problemfälle – auf Nachfrage war von einem knappen Dutzend derzeit auf verschiedene Häuser in Bayern verteilte Mütter die Rede – neue Heimstätte werden ohne sie ihrer Heimat und dem Freundeskreis zu entwurzeln. Eine geplante professionelle Rund-um-Betreuung und bedarfsorientierte weitergehende Hilfen von Fachdiensten und Therapieangeboten sollen ebenfalls in dem Haus untergebracht werden. Eine hausinterne Kinderbetreung durch Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen soll das Angebot abrunden, so Ganslmeier bei der Projektvorstellung.

Wie Erste Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer informierte, war in einer der letzten Bürgermeisterversammlungen im Landkreis Landshut dieses Projekt bereits vorgestellt worden. Da solche Präsentationen immer das gleiche Ziel haben, nämlich Geld bei den Kommunen für die geplanten Vorhaben locker zu machen, war es auch in diesem Fall nicht anders. Die Gemeindechefs hatten das Caritas-Vorhaben als durchaus sinnvoll und wünschenswert angesehen und die Empfehlung ausgesprochen, ihren Gemeinderäten eine Spendenbeteiligung von je einem Euro pro Gemeindeeinwohner vorzuschlagen. Diesen Vorschlag aufgreifend, regte die Adlkofener Rathauschefin eine einmalige Spende von 4.000 EUR an.

„Ist denn da bei den Einwohner wirklich genau gezählt worden und kommen wir da nicht über die 4.000 Einwohner“, wollte Gemeinderat Bernhard Westermeier wissen. Eine so wichtige Einrichtung würde er gerne etwas großzügiger unterstützt wissen und er hätte nichts gegen 5.000 Euro einzuwenden. Da sich andere Gemeinderäte nicht zu Wort meldeten, stellte die Bürgermeisterin „den weitestgehenden Vorschlag“ zuerst zur Abstimmung. Erwartungsgemäß wurde der dann auch ohne Gegenstimmen angenommen.

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