32jährigen Asylbewerber unter Terrorverdacht festgenommen

Adlkofen. Auf dem Weg von der Asylbewerberunterkunft zur Bushaltestelle klickten am Mittwochmorgen die Handschellen. Von einem Spezialeinsatzkommando der Bayerischen Polizei wurde ein 32jähriger Asylbewerber unter Terrorverdacht festgenommen. Der Mann leistete bei seiner Festnahme den Angaben der Bundesanwaltschaft zufolge keinen Widerstand.

Der Syrer soll sich als Mitglied an dem syrischen Al-Kaida-Ableger der Al-Nusra-Front „Jabhat al-Nusra“und den Daesh (IS) beteiligt haben. Außerdem habe er gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen.

Der Bundesanwaltschaft zufolge gründete der Mann 2011 in Syrien zusammen mit anderen Verdächtigen eine zur „Al-Nusra-Front“ gehörende Kampfeinheit. Deren Aktionsradius habe sich zunächst auf den Raum Aleppo beschränkt, später waren die Terroristen auch um Tabka und Rakka aktiv. Anschließend soll der Festgenommene das Kommando in der Region Aleppo geführt haben. Als um den Jahreswechsel 2013/2014 weite Teile des Aktionsgebietes dieser Kampfeinheit unter die Kontrolle der Daesh fielen, soll sich die Kampfeinheit aufgelöst haben. Der Verdächtige soll sich daraufhin den Daesh angeschlossen und für deren Geheimdienst gearbeitet haben. Laut Bundesanwaltschaft reiste der 32jährige in dieser Funktion spätestens Ende August 2015 nach Deutschland. Von hier aus pendelte er nach Griechenland, um dort in Flüchtlingslagern Mitglieder für Terrorzellen in Europa zu rekrutieren und die Koordination der bereits in Europa eingesickerten Terroristen zu übernehmen.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks soll es angeblich aus den Reihen der Mitbewohner in der Asylbewerberunterkunft Hinweise auf den Mann gegeben haben. Die Geheimdienste hätten die Ermittlungen aufgenommen, deren Ergebnisse schließlich heute Morgen zur Festnahme führten. Der 32jährige wurde heute dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt.

 

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