26 Fieranten beim Adventsmarkt 2017

Adventsmarkt am Scheideweg: Ambiente oder Platz

blick von der galerie in denpfarrsaal beim adventsmarkt 2017Adlkofen. Das Ambiente könnte für Adlkofener Verhältnisse nicht schöner sein. Zu Füssen der Pfarrkirche, die erhöht stehend, eine beeindruckende Kulisse abgibt, ist die Terrasse des Pfarrheims sicher der passende Platz für einen Adventsmarkt. Auch der Pfarrheimsaal gibt einen würdevollen Rahmen für eine solche Veranstaltung. In all diesen Punkten liegt der Standort „Pfarrheim“ im Vergleich zur Schulturnhalle ganz klar vorne. Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer sah das in ihrer Eröffnungsrede auch so: „Ich kann mir keinen besseren Platz wie diesen vorstellen, zu Füßen unserer Kirche St.Thomas“.

blick auf die adventsmarktstaende im pfarrsaal des adlkofener adventsmarktes 217

Ein Blick kurz vor der offiziellen Eröffnung von der Galerie aus auf die Stände im Pfarrsaal

Nun, die Sache mit der Vorstellung, wird wohl 2018 auf einen ernsten Prüfstand zu stellen sein. Das Raumangebot im Inneren des Pfarrheimes paßt nämlich nicht wirklich. Schöne Räume, aber viel zu klein. Dicht gedrängt, kaum Platz zum Umdrehen – das waren Eindrücke vom Adventsmarkt des Vorjahres. Insbesondere in den Nachmittagsstunden herrschte da ja reger Besucherandrang und es war tatsächlich kein gemächliches „durch den Markt schlendern und schauen, was es alles gibt“ mehr möglich. Mit ein Grund, warum manche Adlkofener im Vorfeld schon hatten verlauten lassen, den diesjährigen Markt gar nicht mehr besuchen zu wollen.

Das Gedränge des Vorjahres etwas zu entzerren, mag wohl für die Organisatorinnen Nicole Zapp und Katrin Ammer von der Gemeindeverwaltung mit ein Grund dafür gewesen sein, vier Ausstellungsstände aus dem Pfarrheimsaal heraus zu nehmen und sie auf die Galerie beziehungsweise ein kleines gegenüber liegendes Zimmer im Dachgeschoß zu verbannen. Lange Gesichter dann am Sonntag bei den in’s „Juchhe“ nach oben verbannten Geschäftsleuten. Die schmale Treppe herauf eine Einbahnstraße, entweder rauf oder runter. Keine Möglichkeit, ohne „Gequetsche“ im Gegenverkehr aneinander vorbei zu kommen. Keine wirkliche Laufkundschaft die nach oben fand und Besucher, die dann, wenn sie sich tatsächlich herauf verirrt hatten, zu einem großen Teil schon unter dem Türrahmen wieder umdrehten, weil einfach der Platz sowohl auf der Galerie als auch in dem gegenüber liegenden Zimmer viel zu gering war, um einladend zu wirken. Und einmal ganz offen – wer stellt sich schon am Fusse einer Treppe an, wenn oben in zweiter oder gar dritter Reihe im Flur vor einem Raum Menschen stehen, um einen Blick auf das Angebot eines Marktstandes zu werfen, den der Wartende noch nicht einmal aus der Ferne gesehen hat; er keine Ahnung hat, ob dessen Angebot für ihn interessant sein könnte? Was liegt da also näher, als die Treppe erst gar nicht hoch zu laufen, sondern besser gleich die Abkürzung zu den kulinarischen Angeboten (Backfisch auf einem Adventsmarkt – ja san ma jetzt bei de Fischköpp dahoam?) auf der Terrasse zu nehmen oder der Kaffeetafel bei der Garderobe einen Besuch abzustatten?

Für die Aussteller im Saal war es heuer natürlich schon etwas einfacher, ihre Waren bei einem großzügiger gewordenen Platzangebot optimaler zu präsentieren. Auffallend im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Veränderung im Angebot. Wer die strahlenden Kinderaugen und die freudigen Ausrufe der Kleinen beim Anblick der bunten, gedrechselten Holzspielsachen aus dem letzten Jahr noch in Erinnerung hatte, dem fehlte heuer ein ganz entscheidendes Detail des Marktes. Aber auch die Adventskränze scheinen aus der Mode zu kommen…

Mit ein paar philosophischen Betrachtugen zum Brauch des Schenkens, zu Advent und Weinacht eröffnete Erste Bürgermeisterin Maurer im Beisein des Hausherren Pfarrer Johann Schober, ihres Stellvertreters Zweiten Bürgermeister Valentin Petermaier, der Gemeinderäte Rosi Aimer, Franz Wippenbeck, Alexander und Christop Kropp sowie ihrer Amtskollegen Josef Klaus, Niederaichbach, und Thomas Huber, Kumhausen, den diesjährigen Adventsmarkt. Musikalisch gekonnt umrahmt wurde das Ereignis wie in all den Vorjahren schon vom Liederkranz Adlkofen. Huldvoll spendierte Frau Holle dazu fünf Schneeflocken…

pfarrer schober macht noch schnell eine fotoaufnahme fr das pfarrarchiv

Gleich geht’s los: Die Gelegenheit nuzt auch Hausherr Pfarrer Johann Schober noch schnell für ein Gruppenbild für das Pfarrarchiv.

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