„Total wahnsinnig“ diese Adlkofener Gemeinderäte?

Wer versteckt sich hier feige und charakterlos in der Anonymität?

Adlkofen. „Der totale Wahnsinn ist die von der Bürgermeisterin und dem Gemeinderat erteilte Genehmigung, die Waschstraße und Staubsaugeranlage an Sonn- und Feiertagen zu betreiben.“ – dieser sinnige Satz steht fettgedruckt auf einem zweiseitig bedruckten DIN-A4-Flugblatt, welches in den letzten Tagen im Gemeindegebiet eine anonyme „Interessensgemeinschaft für eine sinnvolle Ortsplanung“ hat verteilen lassen. Erste Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer informierte am Montagabend in der Gemeinderatssitzung über den Inhalt und ihre beabsichtigte Reaktion auf die anonyme Desinformation.

Daß hier jemand sein Grundrecht wahrnimmt und gegen eine ihm unliebsame Entscheidung des Gemeinderates mobil macht, muß eine Demokratie aushalten können. Daß sich der oder die Verfasser/in eines zudem auch noch in der Argumentation vollkommen irrigen Inhalts jedoch in der Anonymität zu verbergen sucht, ist nicht nur feige und charakterlos, sondern auch ein mit Geldbuße belegter Verstoß gegen den Artikel 7 des Bayerischen Landespressegesetzes. Es fehlen sowohl der Hinweis auf eine Druckerei sowie auf eine nach dem Presserecht verantwortliche Person – kurzum das vorgeschriebene Impressum.

Der fettgedruckte Wahnsinn, der den Gemeinderäten als Tischvorlage von der Bürgermeisterin zur Verfügung gestellt wurde, hat bezeichnender Weise niemanden sonderlich aufgeregt. Außer der Rathauschefin, wenngleich sie äußerlich ruhig daüber berichtete. Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer hat jedenfalls angekündigt, mit einer Presseerklärung darauf reagieren zu wollen. Eine solche wird noch für diese Woche erwartet. Ein von der „IG“ angekündigtes Einwendungsschreiben gegen das „Sondergebiet Einzelhandel und Tankstelle“ mit Unterschriftenliste ist ebenfalls zu erwarten.

Der Inhalt des zweiseitigen Druckwerkes ist stellenweise an argumentativer Ignoranz und Dummheit nicht mehr zu überbieten, da sowohl unverrückbare, rechtliche Rahmenbedingungen als auch zu berücksichtigende private Entscheidungen von Grundstückeigentümern vollkommen ausgeblendet werden. Es wird so getan, als könnte sich der Gemeinderat einfach mal so über diese Dinge bei seinen Entscheidungen hinwegsetzen. Auch wenn ein vermeintliches Argument wie die „Ortsverschandelung“ gegen die Tankstelle gleich zwei Mal – nur unter zwei unterschiedlichen Überschriften – aufgelistet wird, wird es dadurch nicht logischer beziehungsweise richtiger.

Auffallend gestern Abend im Gemeinderat die Reaktion der beiden im Gremium sitzenden Juristen beziehungsweise ihre Nicht-Reaktion. Die in dem Flugblatt getroffene Feststellung „total wahnsinnig“ ist ihrer Formulierung nach nämlich eine Tatsachenbehauptung und sollte damit den Tatbestand der Beleidigung erfüllen. Das Rechtsanwältin Alexandra Passek (CSU/Einigkeit), die sonst immer alles und jede Kleinigkeit unter das Skalpell juristischer Argumentation legt und zerlegt, sich hier nicht zu Wort meldete, wird nicht überraschen. Im Gegenteil, sie würde sich vermutlich als wirtschaftliche Mit-Nutznießerin die Hände reiben, wenn es diese anonyme Organisation tatsächlich schaffen würde, das Projekt „Einzelhandel und Tanklstelle“ zu verhindern und vielleicht auch noch damit an der Bürgermeisterin Stuhl sägen könnte. Bestimmt auch eine Überlegung, die auch RA Hubertus Werner (SPD) gestern Abend an dieser Stelle stumm bleiben ließ. Ein einziges Anliegen hatte er: die Pressemitteilung der Bürgermeisterin wollte er zeitgleich mit der Presse erhalten! Wer mitdenkt, ist an der Stelle klar im Vorteil…

Allerdings – und das muß man faierweise auch sehen – ist nicht alles falsch, was an grundsätzlichen Denkanstößen in dem Flugblatt steht. Bezeichnenderweise wird das aber nicht direkt angesprochen, man findet die Hinweise eher zwischen den Zeilen.. Den Termin für eine am 26. Januar in dem Flugblatt angekündigte Versammlung in Blumberg hingegen kann man getrost verstreichen lassen. Es mangelt an neutralem Ort, was auf eine beabsichtigte sinnbildliche „öffentliche Hinrichtung der Befürworter des Sondergebietes im Gemeinderat“ schließen läßt, aber vor allem eben an einem ernstzuunehmenden, weil anonymen Initiator.

 

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Böllerschützen begrüßten neues Jahr

ein kräftziger salut auf das neue jahr aus ´sechzehn boellern gab es am neujahrstag in adlkofen von den boellerschützen-gruppe der waldschuetzen blumberg.Adlkofen. Nach dem Neujahrsgottesdienst in der Pfarrkirche am Sonntagvormittag nahmen 16 Böllerschützen der Blumberger Waldschützen unter Leitung von Schußmeister Karl Kolb Aufstellung auf dem Kirchenweg in Richtung Pfarrheim. Zahlreiche Zuschauer versammelten sich im Kirchhof, um das langjährige Brauchtum mitzuverfolgen. Unter ihnen war auch 1. Bürgermeisterin Rosa Maria Maurer und Pfarrer Johann Schober. Wie im Bilderbuch erschien die Landschaft im Kleid des Raureifs. Die erste gemeinsame Salve Weiterlesen

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Neujahrs-Wünsche für 2017

Dieses Gebet sprach der Pfarrer Hermann Kappen aus Münster beim Neujahrsempfang des Jahres 1883 in der Kirche St. Martini et Nicolai zu Steinkirchen. Nach den Aufzeichnungen des Bistumsarchivs Münster lebte Hermann Kappen von 1818 bis 1901 in Münster. Dort war er von 1869 bis 1901 Pfarrer an der St.-Lamberti-Kirche. Zuvor arbeitete er von 1852 bis 1861 als Redakteur beim Sonntagsblatt für katholische Christen. 1887 erhielt er die Ehrenbürgerwürde der Stadt Münster.

Wir wünschen unseren Lesern einen besinnlichen Start in ein gutes, neues Jahr, das hoffentlich besser wird als es das vergangene war. Achten Sie auf Ihre Gesundheit, denn Sie haben nur die Eine.

Foto: Archiv Silvester 2015 
Pfarrer Johann Schober

 

 

 

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Kalenderblatt’l Januar 2017

dorrfplatz in adlkofen mit dem ersten schnee des winters 2015/16

Dorfplatz von Adlkofen mit Pfarrkirche St. Thomas in winterlichem Outfit

Sonntag, 1. Januar; Neujahr: FFW Deutenkofen, Christbaumversteigerung; Böllerschützen Blumberg, Neujahrsanschießen
Donnerstag, 5. Januar: KLJB Adlkofen, Jahreshauptversammlung; Pfarrei Reichlkofen, Christbaumversteigerung im Gasthaus Geltinger
Freitag, 6. Januar: Hl. Drei Könige: KLJB Adlkofen, Seniorennachmittag; Gartenbauverein Günzkofen, Christbaumversteigerung
Samstag, 7. Januar: Ski-Club Göttlkofen, Tagesskifahrt nach Mühlbach; OLV Landshut; Nachtorientierungslauf für Jedermann (Adlkofen)
Montag, 9. Januar: JU Adlkofen, Jahreshauptversammlung
Samstag, 14. Januar: FFW Deutenkofen, Feuerwehrball
Montag, 16. Januar: Gemeinderatssitzung
Donnerstag, 19. Januar: Waldschützen Blumberg, Jahreshauptversammlung
Freitag, 20. Januar: Gemeinde Adlkofen, Neujahrsempfang; FFW Jenkofen, Jahreshauptversammlung
Samstag, 21. Januar: Ski-Club Göttlkofen, Mehrtagesskifahrt zur Reiteralm
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Weihnachten 2016

Die Redaktion wünscht

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44. Weihnachtskonzert des Liederkranzes

„Freude und Fröhlichkeit sind von anderer Qualität als kurzlebiger Spaß“

http://adlkofen.regionalreport.org/wp-content/uploads/sites/23/2016/12/der-adlkofener-liederkranz-bei-seinem-44.-weihnachtskonzert.pngAdlkofen. In der vollen Pfarrkirche begrüßte die Vorsitzende des Liederkranzes, Brigitte Hofbauer, die Zuhörer und stellte die Lieder und Instrumentalstücke des Weihnachtskonzertes vor. Darunter waren das „Adeste Fideles“, die „Heilige Nacht“, der „Engel des Herrn“, bekannte Weihnachtslieder, das „Rondo Allegro“ und das „Ave Verum“. Hofbauer dankte der Dirigentin Roswitha Hubauer, der Organistin Eva Werner und der Solistin Judith Richter sowie allen Sängerinnen und Sängern für ihre Mitwirkung.

Pfarrer Schober freute sich ebenfalls über die große Besucherzahl und ging in seinem Grußwort auf das Lied „Oh du fröhliche“ ein, das vor 200 Jahren veröffentlicht wurde. Es zähle zu den bekanntesten deutschen Weihnachtsliedern. Dichter der  ersten drei Strophen Weiterlesen

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Dieser Freitag – kein Tag für Adlkofen

Adlkofen. „Pünktlich wie die Maurer“ – diese Redensart ist generationenalt und steht für die Eigenschaft ehemals vornehmlich der Angehörigen dieser Zunft, pünktlich mit dem Glockenschlag Stein und Kelle aus der Hand zu legen. Feierabend – komme, was da wolle. Inzwischen hat diese Unsitte, nichts zu Ende zu bringen, wenn’s über das Zwölfuhr- oder Feierabendläuten hinaus geht, insbesondere an einem Freitag, in jedem Handwerk Einzug gehalten. Anstatt der Kelle fällt dann dem Vertreter einer anderen Zunft eben mal der Schraubenzieher aus der Hand. Und so hat es für den letzten Buchstaben auch am Weiterlesen

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Nikolausfeier statt Adventsfenster

Günzkofen. Die Ortsvereine unter Leitung der Freiwilligen Feuerwehr veranstalteten heuer anstatt des Adventkalenders in den Häusern eine Nikolausfeier für Groß und Klein. Der Besuch war nach Feststellung von Pfarrer Johann Schober überwältigend. Die Kirche konnte kaum alle Besucher fassen.

Sehr viele junge Familien mit kleinen Kindern waren gekommen. Kommandant Robert Zehetbauer begrüßte alle und führtezusammen mit Jutta Oßner durch das Programm. Dazu gehörten heitere und besinnliche Geschichten rund um den Nikolaus. Theresa Zehetbauer sang einige Lieder und Franz Forster begleitete auf der Orgel den Volksgesang.

Dann kam der Nikolaus. Er wußte über die einzelnen Kinder recht gut Bescheid, drohte aber niemand. Beim Verlassen der Kirche wurden die zahlreichen Kinder vom Nikolaus mit einer Tüte Süßigkeiten beschenkt. Im Hofareal gegenüber versammelte sich dann Jung und Alt im Feuerschein zum Plausch und stärkte sich bei Würstchen und Glühwein.

Foto: Johann Schober
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